april 2016

seit eine monat bin ich 39. 39. hmm. das hoerte sich frueher wirklich alt an, heute fuehl ich mich noch immer wie mit 30. zumindest ist das der subjektive eindruck beim blick in den spiegel. also ein wenig selbstbetrug am start, hm? naja, ich werds verkraften. im grunde gehts mir auch wie frueher. nicht ganz so trainiert, aber der kopf is wach und bleibt am puls. die muedigkeit ist nur die temporaere, das durchschnaufen, das fehlt. es fehlt wirklich. kein wirklicher erholungsurlaub in 19 monaten und selbst der letzte lange uk aufenthalt war ein halber arbeitsausflug zum firmenstart.  „april 2016“ weiterlesen

wahl

sonntagnachmittag, 18 grad und leicht bedeckt. ein entspannter sonntag mit natascha und ginger. die ersten arbeitstage liegen ebenso hinter mir wie meine orthopaedische diagnose bezueglich meiner wirbesaeule. es ging nichts mehr und zur zeit nicht sehr viel. aussicht auf besserung im naechsten halben jahrhundert nicht gegeben – das leiden verringern, das joch akzeptieren.  „wahl“ weiterlesen

tag der einheit 2013

und ich habe frei. das ist schoen. natascha darf seit zwei tagen den studienbeginn im schwarzwald geniessen und der herbst kommt mit schoenen und warmen tagen und kalten naechten. eigentlich mag ich das so. doch mark twain sagte einmal: „immer dann, wenn du dich auf der seite der mehrheit wiederfindest, ist es zeit innezuhalten und nochmal drueber nachzudenken“. und in dieser tradition bewege ich mich schon seit ich denken kann – gluecklicherweise. „tag der einheit 2013“ weiterlesen

es regnet nicht

nein, in diesen spaetsommertagen regnet es nicht. die sonne strahlt und waermt einem das gemuet. gleichzeitig verschwindet die fdp aus dem bundesparlament (wie schon zuvor aus vielen landesparlamenten). und selbst die 4,8% beinhalten noch geliehene stimmen, die eigentliche klientel liegt noch drastisch tiefer. die sonne scheint und dennoch kein grund zur freude. helmut merkel gewinnt die wahl und geschichte wiederholt sich. mir kommt das alles nur allzu bekannt vor. programmlos und machtkonform gewaehlt werden funktiniert nur in einem land, in dem menschen gerne einer person vertrauen – belanglos und bedingungslos, unkritisch und ueberfordert. menschen sind offensichtlich so und ich zitiere an dieser stelle einen freund gerne: „der mensch ist ein virus“. korrekt. er wird sich denn auch selbst ueberleben.

zusammengefasst lassen sich meine gedanken am besten durch die beiden nachfolgenden artikel ausdruecken. einer aus der taz, mehr als 2 monate alt und damals schon mit grosser und strahlender vorhersagekraft – der prophet im eigenen land… . der andere von heute aus der tagesschau – ein kommentar, der kaum treffender sein koennte.

taz-atrikel zu schwarz-gruen
tagesschau-kommentar zur wahl

im oktober 2012

gassi gehen im gruenguertel? ich betonte das schon oft, aber es macht wirklich keinen spass, je weiter man aufs land kommt. denn hier herrschen diametral entgegenlaufende vorzeichen, als zu erwarten waeren. hundehalter sind paranoid, verstehen kein bisschen etwas von hunden oder ihrem eigenen vierbeiner und sind durchaus mit etwas zu vergleichen, was man faschistoide spiessigkeit nennen kann. oftmals einfach zu ignorant, um ein stueck weiter zu denken – (un-)gluecklicherweise gehoert atmen zu den koerperlichen automatismen. demgegenueber ist festzustellen, dass je staedtischer die umgebung sich gestaltet, umso entspannter und artgerechter werden hunde behandelt. verwirrend, nervig oder einfach nur zum bruellen – meine persoenliche geduldsschnur ist verbraucht. ab sofort bekommt jeder den spiegel vorgehalten, gnadenlos.

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kurz vor ende

meiner zeit in der heimat moechte ich mich nochmal zu wort melden. einerseits hat sich doch ueber die letzten tage und wochen wieder so einiges angesammelt, was einer kurzen unterredung mit mir selbst bedurfte und andererseits befuerchte ich, dass ich in nicht allzu ferner zukunft mit informationen aller art ueberhaeuft werde, was dann zu unkontrollierbarem stau fuehren koennte. „kurz vor ende“ weiterlesen

verquere welt(en)

wo fang ich nur an? es gibt wenig verwerflicheres als unwahrheit. auch mir ist klar, dass die wahrheit subjektiv ist und objektiv kaum messbar. dass wahrheit etwas mit wahrnehmung zu tun hat und diese von dutzenden unterschiedlicher faktoren abhaengt. dennoch gibt es eine wahrheit, die wiedergebbar ist und die sich deutlich zur luege abgrenzt, also zur bewussten leugnung der eigenen wahrnehmung. und in solcherlei luegen bewegen sich nicht nur tausende menschen tagtaeglich, sondern immer mehr und gravierender auch unsere eigenen politischen vorbilder, also jene, die den staat zu lenken gedenken, dessen grundfesten ich vertrete und bereeit bin zu schuetzen. auch hier ein kleiner widerspruch, doch baue ich auf die grundform demokratie und einen wechsel zum besseren nach der naechsten wahl. schlimmer wirds wohl kaum werden koennen.
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die worte der union

sind seit ich denken kann reaktionaer. zugegeben war ich mitunter in meiner blinden jugend anderer meinung. doch damals wusste ich es schlicht nicht besser. wann immer die union die vorschlaege von anderer mit missachtung kommentiert kann man wetten abschliessen, dass genau diese vorschlaege irgendwann aufgegriffen und als eigener erfolg verkauft werden. das eigentlich erbaermliche aber ist, dass zum gleichen zeitpunkt keine eigene politik gemacht, sondern eben nur reagiert wird.  „die worte der union“ weiterlesen

die parteien(-landschaft im wandel?)

schon lange deutet es sich an. meiner meinung nach haben die meisten buerger aber den schuss noch immer nicht gehoert. die fdp geht unter. so weit, so gut. rot und schwarz fahren seit jahren reihenweise die prozentpunkte runter und sind selbst in stammlaendern mittlerweile weit entfernt von grossen mehrheiten oder einer 40%-marke. das ist auch gut so, denn die beiden haben sich lange jahre nur selbst bekriegt und waren doch mehr oder minder politisches establishment ohne wille und vision zur veraenderung oder gar gestaltung. da sprach man schon von der 5-parteien-gesellschaft der zukunft.

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