ertragen

ein mensch ertraegt vieles. wir ertragen schmerzen, luegen, demuetigungen und niedertraechtigkeiten. und wir ertragen hitze. ich muss einraeumen, dass ich in den letzten beiden jahren in recht vielen bereichen sehr viel ertragen habe. und heuer kommt auch noch die hitze. gedanken fliessen zaeh, langsamer schritt foerdert schweiss, den tag im dunkel verbringend, das draussen meiden. es ist unertraeglich. kreislauf findet sich abends zurecht, hunde liegen stundenlang schwer atmend auf den fliesen. allein die katzen fuehlen sich annaehernd wohl. fuer mich bedeutet es leiden, es heisst ertragen und das leben wird auf ein minimum reduziert. an schlaf ist nicht zu denken, im brutkasten des schlafzimmers steht die luft seit gefuehlten wochen. ich sehne mich nach abkuehlung, nach regen und gewitter, nach 12 grad und dauerregen. nach so einem sommer freue mich derart auf den herbst, dass ich alle schwimmbadgaenger und badeseelieger in jedem fruehjahr am liebsten mundtot machen wuerde, da sie sich sommer und sonne satt und temperaturen jenseits der 30 grad wuenschen. dann fahrt in den sueden.

erstaunlich nur, dass andernorts in europa eben dieser dauerregen herrscht. rekorde allerorten, staendig werden die maximalen durchschnittswerte nach oben korrigiert. klimawandel? wird immer noch bestritten, solange es dem eigenen geldbeutel schadet. biogas wird verdammt, da es 50,-€ mehr im jahr kostet. wir sitzen hier im luxus unseres daseins und ueberlegen nur, welcher flachbildfernseher wohl der naechste sein koennte. wir sind die laengste zeit ohne krieg und leben in unbewusster dekadenz. weshalb bloekt der mob nochmal gegen die fluechtlinge? es ist beschaemend… das thema koennte man politisch ausfuehren, man koennte es menschlich ausfuehren und ja, man koennte es volkswirtschaftlich ausfuehren. in jedem punkt kaeme das gleiche ergebnis heraus: peinlich und beschaemend wie weit und wie offen man mittlerweile in deutschland wieder ungestraft seiner feindlichkeit dem fremden gegenueber freien lauf lassen darf.

zwei anregungen dazu per link

was ist dran an geruechten und panikmache im rhein-neckar-kreis?

„der fluechtling klaut mir meinen fernseher“

lebend gekocht

zombie. das koennte ein korrekter ausdruck sein. halb-vampir passt auch, wenn man die zeiten zugrundelegt, zu denen ich mich halbwegs lebendig fuehle. tagsueber dick die luft, zum schneiden weich und puffig fast. im wald eingefettet und erstickend. meine augenringe weichen nicht mehr – wie auch, bei maximal 5 stunden schlaf pro nacht, obwohl ruhezeit vorhanden.


 

seit wochen andauernde hitze. regelmaessig verfluche ich insgeheim die herrschaften, die sich stets „endlich richtigen sommer“ wuenschen. dann fliegt im august nach sizilien. bitteschoen. es ist nicht zum aushalten. keine abkuehlung nachts mehr, seit wochen. einmal in drei wochen kurzer platzregen bewirkt schwuele, sonst nichts. ich schleppe mich durch die tage und versuche nur, zu ueberleben. gleichwohl bleibt der takt hoch, ein vielfrontenkrieg. was wird sich (auf-)tun? abwarten. in einigen wochen sehen wir eventuell klarer. wenig ist von mir abhaengig, abhaengigkeit von anderen scheint mir lastiger denn je.

die 2-hund-problematik laesst uns gerade wieder unser auto verkaufen. ich sehne mich nach urlaub, nach abschalten und abfahren. nach kuehle und ruhe, nach nichts als nach weg. die tage sind vegetation, weniger leben. erst abends bei sonnenuntergang erwacht der geist zeitweise. mittags um drei koennte auch nachts um drei sein, ebenso zaeh fliessen die gedanken, der fuss auf dem gaspedal ist durchgedrueckt, aber drei zylinder scheinen tot.

die hunde sind zu fliesenliegern geworden. unertraeglicher als alleinesein erscheint ihnen nur noch die luft. es faellt schwer, sich zu konzentrieren, konstant zu filtrieren und zu fokussieren. die augen fuehlen sich dick an, jederzeit.

ich trinke jetzt mein fruehstueck – und dann gehts zur arbeit.

planungen

die tage sind lang. nicht allein die sonne bestimmt die tageslaenge, wenngleich auch hier das maximum bereits erreicht war. auch die arbeitstage werden laenger. aufreibend und unendlich kraeftezehrend erscheinen die tage und wochen im job, mein koerper verlangt nach auszeit, nach urlaub und erholung. nach abstand. nach wechsel. im kopf kaum mehr machbar dringen diskussionen ueber toleranzgrenzen hinaus und erwzingen dennoch immer wieder langmut im geist. jeder arbeitstag gleicht beinahe einer schlacht im grabenkampf, der nicht enden will. ein wechsel muss her und ist dringend geboten, wenn nicht die eigene arbeit samt hoher standards irgendwann im grabenkampf aufgegeben werden sollen. es macht keinen sinn.

erfreulicheres gibt es auch. unsere kleine maus scheint tatsaechlich wieder auf einem guten weg. obgleich man ihr anmerkt, dass sie die hochdosierten medikamente nicht mehr ganz so gut wegzustecken vermag, wie dies noch vor zwei oder drei jahren der fall gewesen waere, so baut sie doch wieder ein wenig muskulatur auf und findet spass am toben und tollen mit unserm pimpf. die beiden sonnenscheine geniessen jede minute mit mir und sind auch jede minute wert. hunde sind die besseren menschen, hoerte ich einst jemanden sagen. und so gern ich mich mit freunden umgebe und deren gesellschaft auch oft suche, so zuwider sind mir doch mittlerweile die groessten anteile menschlicher eigenschaften, die tagtaeglich sichtbar werden. nicht nur im beruf. so kommt es, dass man sich oft selbst genug ist und nichts schlimmes dabei findet. war ich frueher schon mit mir im reinen, wenn ich mit dem hund den berg bestieg und einfach nur auf einem stein sass, so koennte darin beinahe ein lebensinhalt bestehen. koennte man, wie man wollte, so wuerde man die einsamkeit suchen, landschaftlich wild und schoen, etwas meer in reichweite, gemuese anpflanzen und die welt einfach welt sein lassen. vom standpunkt des verbesserers aus eine resignation, doch weiss ich, dass ich nicht alles werde zum besseren aendern koennen. manchmal geht es zwar ums tun und nicht ums siegen – die frage bleibt offen, wieviel kraft einen das am ende kosten mag. aufgeben war nie meine schwaeche, eher die konsequenz, sofern man sie als schwaeche interpretieren mag. im endergebnis dieser welt der schlangen und wendehaelse oftmals verderblich, sofern das biegsame gegenueber den laengeren hebel innehat.

genug lamentiert. mein tag wird kurz und zum glueck hab ich wieder angefangen, tennis zu spielen. es ging ganz gut beim ersten mal, manche sachen scheinen wie fahrrad fahren – wenn das mit dem sich taeglich wiederholenden kampf nur auch so waere…

veraenderungen

allerorten. nur leider nicht da, wo es not tut. sei es im grossen ganzen bei den herrschenden, die mich und die waehler weiterhin fuer dumm verkaufen moechten und so tun, als ginge ihr gemauschel mit den nachrichtendiensten niemanden etwas an. oder etwa beim punkt klimawandel resp. energiewende, die beinahe wieder einzuschlafen droht. gaenzlich im tiefschlaf ist man in deutschland auch bei thema tiere und leben. zu ausfuehrlich, um es hier in kuerze zu eroertern. wir wissen nur seit jahrzehnten, dass das tierschutzgesetz zu kurz greift, verhindert von lobbyisten und einer konservativen regierung. die kroenung aber ist und bleibt die landesopposition, die das – gerade halbwegs in die richtige richtung nivellierte landesjagdgesetz – wieder kippen moechte. fuer so ein wahlversprechen ist ein satz ohrfeigen noch zu gnaedig.  „veraenderungen“ weiterlesen

mai update

es ist pfingsten – sagte man mir gestern. um ehrlich zu sein: ich weiss zwar, dass das wieder mal ein christlicher feiertag sein muss, aber deren interpretation oder ursprung ist mir gleich. frei habe ich sowieso nur, weil es zufaellig mit dem dienstplan korrespondiert.

man sollte die freie zeit nutzen, so gut es geht. ich freue mich ueber jede freie minute, die ich mit unserem lebenslustigen pimpf und unserer gemuetlichen katzenkino-dame verbringen kann. die beiden bilden mittlerweile ein nahezu perfektes duo – beide flexibel und lebenslustig mit ruhezeiten. neben einem teil erholung, der ganz automatisch durch die beiden zustandekommt, habe ich jetzt auch noch fuer zwei wochen das glueck von nataschas anwesenheit. so reduziert sich mein stressfaktor relativ stark.

was alles in den letzten wochen geschah ist viel zu viel, um es tatsaechlich noch hier in worte zu fassen. da der takt hoch ist und ich nicht die zeit finde, regelmaessig niederzuschreiben, was bewegt(e), muessen kurze lebenszeichen vorerst genuegen. ich denke, dass sich das auch wieder legen wird, sobald nataschas studium endlich vorbei ist. ab und an koennen aber ein paar lebenszeichen ergattert werden. staerker am update-hahn schwebt natascha – leicht zu finden unter gertalian auf facebook oder gertalian auf google+.

erholung

kaum schlaf in den letzten tagen. mein biorhythmus war irgendwie verwirrt oder ich werde aelter und verkrafte die nachtdienste nicht mehr besonders gut. umso mehr war dann heute der genusstag schlechthin: bei fuer meine beduerfnisse perfektem fruehlingswetter trieb es mich nach ausschlafen und mittagessen raus in den wald. scotty und ginger waren mit dabei, genau wie in den letzten tagen waren die beiden einfach nur tolle hunde. eine herrlich angenehme brise bei strahlendem sonnenschein, jeans und pullover – ein wetter, mit dem man alles unternehmen kann und fuer nichts schlecht angezogen zu sein scheint. das machte gute laune ohne ende und troestet auch darueber hinweg, dass ich morgen frueh schon wieder arbeiten muss. mir kommt es zuweilen vor, als hechelte ich nur noch der arbeit hinterher, dazu vergiftet sich das klima intern immer von oben her. jede ruhe scheint truegerisch und man es ist auch in der tat ein nicht zu unterschaetzender ratschlag fuer neuankoemmlinge: „warts ab, das hast du noch nicht erlebt…“

luft holen

der fruehling kommt, ich hole tief luft und freue mich ueber neu gewonnene zeit. zugegeben, die unterbrechung des studiums musste ich erstmal mit mir vereinbaren. mit mir vereinbaren, dass ich nicht unendlich zeit habe, unendlich belastbar bin, nur endlich kraft habe. ein paar wochen im hamsterrad haben aber gezeigt, dass es keinen anderen weg gibt. es war einfach nicht zu vereinbaren. „luft holen“ weiterlesen

back in life

moechte mich an dieser stelle kurz zurueckmelden. die letzten 3 monate verschwanden im hamsterrad, die zeit verflog und ich konnte wenig bis gar nicht durchatmen. das wird sich zukuenftig wieder aendern und damit wird an dieser stelle wieder aktueller geredet. bis bald…