durchschnaufen

ein tag vor der landtagswahl. ein fruehlingstag und einer der ersten dazu. ein morgendlicher spaziergang mit den hunden im wald weckt erkaltete sehnsuechte. ich hoere voegel zwitschern, rieche die erde und spuere die ersten leicht warmen sonnenstrahlen dieses jahres. erholung, doch nicht genug. ich sehne mich nach urlaub, nach abseits, aussen vor, nach weg und raus. der akku braucht energie, schlaf, ortswechsel. das jahr 2016 bringt vieles, viel veraenderung und viel abwechslung. hoffentlich ein gutes jahr, die zeichen stehen so. gesundheit ist wichtig und mir fehlen sport und ausgleich. all das wird in diesem fruehling wiederkommen. „durchschnaufen“ weiterlesen

vaterland

Was ist das nur, ein Vaterland –
in welchen Grenzen wohnt es,
in denen wie vor hundert Jahr´n?
Wen hasst es, wen verschont es?

Und was verbindet uns mit ihm,
sein Reichtum, seine Siege?
Wie schnell hat man ihm doch verziehn
die Toten und die Kriege.

Was lässt mich stolz sein auf ein Land,
nur weil es nicht so arm ist
wie andre, wo´s vielleicht dafür
dem Volk im Herzen warm ist?

Und hätte nicht ein Mutterland
– ich weiß das gibt es nicht –
für alle die ihm anvertraut
ein lieberes Gesicht?

Was ist das nur, ein Vaterland?

Was ist das nur, ein Vaterland,
ist es dein Fleisch und Blut?
Macht es dir, wenn du rebellierst
zum freien Denken Mut?

Ist es ein Vater, der dich stets
auch über Klippen führt
oder ein sturer alter Mann,
der dir den Hals zuschnürt?

Willst du an dieses Vaters Hand
wirklich in schweren Zeiten
voll Zuversicht zu diesem Band
durch Höhn und Tiefen schreiten?

Liebt dich denn dieser Vater auch?
Wie wirst du ihn beerben?
Lässt er dich ohne Eifersucht
wirklich erwachsen werden?

Vom Untertan zum Bürger werden?

Genügt es denn nur Kind zu sein,
dass man sich erst beschwert,
wenn einen dieser Vater Staat
nicht wie gewohnt ernährt?

Und müssten wir nicht endlich auch
den Vater uns erziehen,
ihn fordern mit Ideen, mit
Visionen, Utopien?

Was soll das noch, ein Vaterland
in den vernetzten Zeiten?
Wollen wir denn wirklich immer noch
um Blut und Rasse streiten?

Nicht spreche ich von Heimat,
ihren Kindheitszauberorten,
den Klängen, den Gerüchen,
all den wohlvertrauten Worten.

Und Heimat ist doch überall,
wo man sich damit segnet,
dass man, für Augenblicke nur,
sich endlich selbst begegnet.

Nur dieses arg missbrauchte Wort
lässt sich für mich nicht fassen.
Ich kann den Ausdruck Vaterland
nicht lieben und nicht hassen.

Und glaubt mir Freunde, mir genügt
mein Vater zur Genüge.
Ein ganzes Land als Vater war
schon immer eine Lüge.“

„vaterland“ weiterlesen

grau im januar

befremdlich. ein infekt hat mich mal wieder gepackt. er kam schnell, sehr schnell sogar. hartnaeckig scheint er auch zu sein, aber das warte ich mal noch ab die naechsten paar tage. man buesst eben recht schnell fuer exzessive ausschweifungen. „grau im januar“ weiterlesen

fruehling zu weihnachten

falls mich jemand nach meinen wuenschen zu weihnachten gefragt hatte, so hatte er gewiss nicht diese antwort erhalten – dennoch haben wir es bekommen. fruehling zu weihnachten. die ersten blumen treiben bereits wieder aus und es ist ein merkwuerdiges gefuehl bei 18 grad im dezember im pullover ins schwitzen zu kommen. die grundsatzfrage, ob es den klimawandel tatsaechlich gibt, werde ich hier sicher nicht stellen – die dies in frage stellenden herren (der afd z.b.) duerfen sich gerne bei pina colada auf ihre terrasse in der pfalz legen – mitten im januar. lieber waere mir aber, wenn wir diese sorte weiter weg jagen koennten. „fruehling zu weihnachten“ weiterlesen

Hallo Welt!

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leben am wochenende

es ist winter. ich merke es vor allem an den tageslichtzeiten. bedingt durch den jobwechsel verbringe ich die tage in hektik und mein biorhythmus hat sich ganz allmaehlich umgestellt. keine nachtdienste mehr, (fuer meine verhaeltnisse) extrem fruehes aufstehen (taeglich) und ein leben, das sich hauptsaechlich am wochenende abspielt. bald wird alles besser, denn bald haben natascha und ich unsere fernbeziehungszeit hinter uns. ab maerz wird vieles heller.


 

was es sonst noch zu berichten gibt? unsere kleine firma waechst und wird groesser. noch immer weit weg vom erwachsensein wird uns dennoch zur zeit von unseren lieferanten widergespiegelt, dass sich unsere position definitiv veraendert hat. dennoch sind und bleiben wir familiaer und vor allem loyal, v.a. gegenueber den weinguetern, die diesem wachstum nicht zwingend zutragen. unser weg ist der richtige, denke ich. schritt fuer schritt mit konservativem rechnen – nicht ganz der weg der new economy, aber dafuer stabil.

ein ausblick auf weihnachten? nein. viel zu weit weg und im grunde freue ich mich sogar drauf, da mir dadurch ein paar freie tage mehr zustehen werden. in diesem jahr wirklich lohnenswert. wenn ich jetzt noch an den bleibenden augenringen arbeiten koennte…

zwischen den welten

zwischen den welten befindet man sich stets ungern. in den letzten wochen fuer mich ein dauerzustand, aber ungern kann ich nicht behaupten. ich sitze heute hier im versuch den tag zur entspannung zu nutzen, zur reflexion, zur betrachtung des hier und jetzt und des vergangenen. die letzten wochen waren wie erwaehnt gepraegt umbruechen und umdenken, von neuer und alter arbeit – vor allem aber von arbeit und anstrengung. gepaart mit einer sich wochenlang ziehenden erkaeltung kann ich mich nicht ueber einen tag wie heute beschweren, wenngleich auch dieser wieder irgendwann in arbeit abgleiten wird.  „zwischen den welten“ weiterlesen

paradigmenwechsel

es ist oktober und die sonne scheint. merkwuerdig fuehlt sich der oktober an aus meiner sicht, zumal mein koerper noch nicht vollends aus dem schichtrhythmus entfliehen kann. obgleich mein september wirklich entspannt war bezueglich der nachtdienste tut sich mein biorhythmus schwer mit den wach- und ruhezeiten der normalen bevoelkerung. dazu kommt ein grippaler infekt, der mich gleich mal nach drei tagen am neuen arbeitsplatz lahmlegt. wirklich fantastisch. und so liege ich hier auf der couch und mach das komplettprogramm mit decke, tee, heisser zitrone und minutenschlaf mit. haette nicht sein muessen, wirklich nicht. „paradigmenwechsel“ weiterlesen

change

die zeiten aendern sich. nach allem, was in den letzten beiden jahren geschah offenbar ein folgerichtiges ergebnis. ich verlasse die uniform und wechsle zur andern seite der macht in zivil. vor zwei jahren ein beinahe unvorstellbarer schritt fuer mich und so mag es dem kenner meiner person und meines umfeldes klar sein, was man getan haben muss, um mich eine kursaenderung einschlagen zu lassen.

es gleicht einer befreiung fuer mich, ungeachtet der ungewissheit, die auf mich wartet. riffe und haie gibt es allerorten zu umschwimmen, so weit so gut. aber was tatsaechlich ueberwiegt ist die aussicht auf neues, unentdecktes. auf zugewinn an wissen und erfahrung, auf den mittelfristigen verzicht auf regelmaessige nachtdienste und interessante aufgaben.

in den naechsten monaten findet ihr mich in mannheim, unsere beiden granaten werden dann ihre schwierigste zeit haben, die wir bereits groesstenteils entlastend organisiert bekommen haben. dafuer erstmal danke an meine eltern. wohin mein weg mich genau fuehren wird ist noch unklar, aber es wird allemal interessant sein, denke ich. vielleicht kuemmert sich ja auf dieser seite der macht irgendwer darum, wie die arbeit verrichtet wird…

geschichte wiederholt sich

die letzten wochen gehoerten mit abstand zum ermuedetsten, was in meiner karriere bislang geschah. es war nicht so, wie man es u.u. in der ausbildung erzaehlt bekommt. es war nicht das dauerstehen in regen oder sonne und auch nicht die viel zitierten langen einsatzzeiten. es waren die nicht vorhandenen ruhezeiten und auszeiten. es waren waren v.a. die unregelmaessigkeiten, die mich plattierten. nachtdienste wie sand am meer, dazu staendige pseudo-vollmondnaechte mit durchdrehenden und kranken. unter den kollegen die urlaubs- und krankenrate gleichermassen am anschlag verrichtete ich dienst am fliessband – nur interessiert das niemanden, wenn man am ende des tunnels angelangt ist. und man rechnet ja auch nicht mit interesse oder kenntnisnahme. nicht mehr.

zu allem ueberfluss wollte sich gingers anfaenglich kleines geschwulst am hals nicht mit antibiotika beheben lassen. mehrere wochen behandlung und das ding wurde zwar kleiner, aber nur um am ende der behandlung binnen 72 stunden wieder auf tennisballgroesse anzuwachsen. die blutwerte waren dennoch ok, die prognosen gut und so ging es gestern frueh unters messer. 17cm narbe am hals, dem tod waehrend der op von der schippe gesprungen (unser maedchen is ja nich mehr die juengste) und ueberstandene komplikationen mit einer verwachsenen schlagader bescherten uns grenzenlose erleichterung und eine weitere schlaflose nacht, da unserem mausemaedchen zur nachtzeit die schmerzen einsetzten. danke natascha, dass du mich nach oben geschickt und dieses kreuz auf dich genommen hast. noch haben wir uns nicht gesehen, aber ich bin immer noch nicht auf stand vom organismus her.

was ist der ausblick? ken kommt in 2 wochen. davor christians hochzeit. ende des monats fuzzens hochzeit, planungen fuer den oktoberurlaub laufen und am ende des tages koennte sich tatsaechlich und eventuell ein weiteres helles licht am ende des tunnels auftun. doch will ich noch nicht darueber reden – das schriftliche zaehlt bei meinem verein.