fruehling zu weihnachten

falls mich jemand nach meinen wuenschen zu weihnachten gefragt hatte, so hatte er gewiss nicht diese antwort erhalten – dennoch haben wir es bekommen. fruehling zu weihnachten. die ersten blumen treiben bereits wieder aus und es ist ein merkwuerdiges gefuehl bei 18 grad im dezember im pullover ins schwitzen zu kommen. die grundsatzfrage, ob es den klimawandel tatsaechlich gibt, werde ich hier sicher nicht stellen – die dies in frage stellenden herren (der afd z.b.) duerfen sich gerne bei pina colada auf ihre terrasse in der pfalz legen – mitten im januar. lieber waere mir aber, wenn wir diese sorte weiter weg jagen koennten. „fruehling zu weihnachten“ weiterlesen

leben am wochenende

es ist winter. ich merke es vor allem an den tageslichtzeiten. bedingt durch den jobwechsel verbringe ich die tage in hektik und mein biorhythmus hat sich ganz allmaehlich umgestellt. keine nachtdienste mehr, (fuer meine verhaeltnisse) extrem fruehes aufstehen (taeglich) und ein leben, das sich hauptsaechlich am wochenende abspielt. bald wird alles besser, denn bald haben natascha und ich unsere fernbeziehungszeit hinter uns. ab maerz wird vieles heller.


 

was es sonst noch zu berichten gibt? unsere kleine firma waechst und wird groesser. noch immer weit weg vom erwachsensein wird uns dennoch zur zeit von unseren lieferanten widergespiegelt, dass sich unsere position definitiv veraendert hat. dennoch sind und bleiben wir familiaer und vor allem loyal, v.a. gegenueber den weinguetern, die diesem wachstum nicht zwingend zutragen. unser weg ist der richtige, denke ich. schritt fuer schritt mit konservativem rechnen – nicht ganz der weg der new economy, aber dafuer stabil.

ein ausblick auf weihnachten? nein. viel zu weit weg und im grunde freue ich mich sogar drauf, da mir dadurch ein paar freie tage mehr zustehen werden. in diesem jahr wirklich lohnenswert. wenn ich jetzt noch an den bleibenden augenringen arbeiten koennte…

zwischen den welten

zwischen den welten befindet man sich stets ungern. in den letzten wochen fuer mich ein dauerzustand, aber ungern kann ich nicht behaupten. ich sitze heute hier im versuch den tag zur entspannung zu nutzen, zur reflexion, zur betrachtung des hier und jetzt und des vergangenen. die letzten wochen waren wie erwaehnt gepraegt umbruechen und umdenken, von neuer und alter arbeit – vor allem aber von arbeit und anstrengung. gepaart mit einer sich wochenlang ziehenden erkaeltung kann ich mich nicht ueber einen tag wie heute beschweren, wenngleich auch dieser wieder irgendwann in arbeit abgleiten wird.  „zwischen den welten“ weiterlesen

paradigmenwechsel

es ist oktober und die sonne scheint. merkwuerdig fuehlt sich der oktober an aus meiner sicht, zumal mein koerper noch nicht vollends aus dem schichtrhythmus entfliehen kann. obgleich mein september wirklich entspannt war bezueglich der nachtdienste tut sich mein biorhythmus schwer mit den wach- und ruhezeiten der normalen bevoelkerung. dazu kommt ein grippaler infekt, der mich gleich mal nach drei tagen am neuen arbeitsplatz lahmlegt. wirklich fantastisch. und so liege ich hier auf der couch und mach das komplettprogramm mit decke, tee, heisser zitrone und minutenschlaf mit. haette nicht sein muessen, wirklich nicht. „paradigmenwechsel“ weiterlesen

change

die zeiten aendern sich. nach allem, was in den letzten beiden jahren geschah offenbar ein folgerichtiges ergebnis. ich verlasse die uniform und wechsle zur andern seite der macht in zivil. vor zwei jahren ein beinahe unvorstellbarer schritt fuer mich und so mag es dem kenner meiner person und meines umfeldes klar sein, was man getan haben muss, um mich eine kursaenderung einschlagen zu lassen.

es gleicht einer befreiung fuer mich, ungeachtet der ungewissheit, die auf mich wartet. riffe und haie gibt es allerorten zu umschwimmen, so weit so gut. aber was tatsaechlich ueberwiegt ist die aussicht auf neues, unentdecktes. auf zugewinn an wissen und erfahrung, auf den mittelfristigen verzicht auf regelmaessige nachtdienste und interessante aufgaben.

in den naechsten monaten findet ihr mich in mannheim, unsere beiden granaten werden dann ihre schwierigste zeit haben, die wir bereits groesstenteils entlastend organisiert bekommen haben. dafuer erstmal danke an meine eltern. wohin mein weg mich genau fuehren wird ist noch unklar, aber es wird allemal interessant sein, denke ich. vielleicht kuemmert sich ja auf dieser seite der macht irgendwer darum, wie die arbeit verrichtet wird…

geschichte wiederholt sich

die letzten wochen gehoerten mit abstand zum ermuedetsten, was in meiner karriere bislang geschah. es war nicht so, wie man es u.u. in der ausbildung erzaehlt bekommt. es war nicht das dauerstehen in regen oder sonne und auch nicht die viel zitierten langen einsatzzeiten. es waren die nicht vorhandenen ruhezeiten und auszeiten. es waren waren v.a. die unregelmaessigkeiten, die mich plattierten. nachtdienste wie sand am meer, dazu staendige pseudo-vollmondnaechte mit durchdrehenden und kranken. unter den kollegen die urlaubs- und krankenrate gleichermassen am anschlag verrichtete ich dienst am fliessband – nur interessiert das niemanden, wenn man am ende des tunnels angelangt ist. und man rechnet ja auch nicht mit interesse oder kenntnisnahme. nicht mehr.

zu allem ueberfluss wollte sich gingers anfaenglich kleines geschwulst am hals nicht mit antibiotika beheben lassen. mehrere wochen behandlung und das ding wurde zwar kleiner, aber nur um am ende der behandlung binnen 72 stunden wieder auf tennisballgroesse anzuwachsen. die blutwerte waren dennoch ok, die prognosen gut und so ging es gestern frueh unters messer. 17cm narbe am hals, dem tod waehrend der op von der schippe gesprungen (unser maedchen is ja nich mehr die juengste) und ueberstandene komplikationen mit einer verwachsenen schlagader bescherten uns grenzenlose erleichterung und eine weitere schlaflose nacht, da unserem mausemaedchen zur nachtzeit die schmerzen einsetzten. danke natascha, dass du mich nach oben geschickt und dieses kreuz auf dich genommen hast. noch haben wir uns nicht gesehen, aber ich bin immer noch nicht auf stand vom organismus her.

was ist der ausblick? ken kommt in 2 wochen. davor christians hochzeit. ende des monats fuzzens hochzeit, planungen fuer den oktoberurlaub laufen und am ende des tages koennte sich tatsaechlich und eventuell ein weiteres helles licht am ende des tunnels auftun. doch will ich noch nicht darueber reden – das schriftliche zaehlt bei meinem verein.

ertragen

ein mensch ertraegt vieles. wir ertragen schmerzen, luegen, demuetigungen und niedertraechtigkeiten. und wir ertragen hitze. ich muss einraeumen, dass ich in den letzten beiden jahren in recht vielen bereichen sehr viel ertragen habe. und heuer kommt auch noch die hitze. gedanken fliessen zaeh, langsamer schritt foerdert schweiss, den tag im dunkel verbringend, das draussen meiden. es ist unertraeglich. kreislauf findet sich abends zurecht, hunde liegen stundenlang schwer atmend auf den fliesen. allein die katzen fuehlen sich annaehernd wohl. fuer mich bedeutet es leiden, es heisst ertragen und das leben wird auf ein minimum reduziert. an schlaf ist nicht zu denken, im brutkasten des schlafzimmers steht die luft seit gefuehlten wochen. ich sehne mich nach abkuehlung, nach regen und gewitter, nach 12 grad und dauerregen. nach so einem sommer freue mich derart auf den herbst, dass ich alle schwimmbadgaenger und badeseelieger in jedem fruehjahr am liebsten mundtot machen wuerde, da sie sich sommer und sonne satt und temperaturen jenseits der 30 grad wuenschen. dann fahrt in den sueden.

erstaunlich nur, dass andernorts in europa eben dieser dauerregen herrscht. rekorde allerorten, staendig werden die maximalen durchschnittswerte nach oben korrigiert. klimawandel? wird immer noch bestritten, solange es dem eigenen geldbeutel schadet. biogas wird verdammt, da es 50,-€ mehr im jahr kostet. wir sitzen hier im luxus unseres daseins und ueberlegen nur, welcher flachbildfernseher wohl der naechste sein koennte. wir sind die laengste zeit ohne krieg und leben in unbewusster dekadenz. weshalb bloekt der mob nochmal gegen die fluechtlinge? es ist beschaemend… das thema koennte man politisch ausfuehren, man koennte es menschlich ausfuehren und ja, man koennte es volkswirtschaftlich ausfuehren. in jedem punkt kaeme das gleiche ergebnis heraus: peinlich und beschaemend wie weit und wie offen man mittlerweile in deutschland wieder ungestraft seiner feindlichkeit dem fremden gegenueber freien lauf lassen darf.

zwei anregungen dazu per link

was ist dran an geruechten und panikmache im rhein-neckar-kreis?

„der fluechtling klaut mir meinen fernseher“

lebend gekocht

zombie. das koennte ein korrekter ausdruck sein. halb-vampir passt auch, wenn man die zeiten zugrundelegt, zu denen ich mich halbwegs lebendig fuehle. tagsueber dick die luft, zum schneiden weich und puffig fast. im wald eingefettet und erstickend. meine augenringe weichen nicht mehr – wie auch, bei maximal 5 stunden schlaf pro nacht, obwohl ruhezeit vorhanden.


 

seit wochen andauernde hitze. regelmaessig verfluche ich insgeheim die herrschaften, die sich stets „endlich richtigen sommer“ wuenschen. dann fliegt im august nach sizilien. bitteschoen. es ist nicht zum aushalten. keine abkuehlung nachts mehr, seit wochen. einmal in drei wochen kurzer platzregen bewirkt schwuele, sonst nichts. ich schleppe mich durch die tage und versuche nur, zu ueberleben. gleichwohl bleibt der takt hoch, ein vielfrontenkrieg. was wird sich (auf-)tun? abwarten. in einigen wochen sehen wir eventuell klarer. wenig ist von mir abhaengig, abhaengigkeit von anderen scheint mir lastiger denn je.

die 2-hund-problematik laesst uns gerade wieder unser auto verkaufen. ich sehne mich nach urlaub, nach abschalten und abfahren. nach kuehle und ruhe, nach nichts als nach weg. die tage sind vegetation, weniger leben. erst abends bei sonnenuntergang erwacht der geist zeitweise. mittags um drei koennte auch nachts um drei sein, ebenso zaeh fliessen die gedanken, der fuss auf dem gaspedal ist durchgedrueckt, aber drei zylinder scheinen tot.

die hunde sind zu fliesenliegern geworden. unertraeglicher als alleinesein erscheint ihnen nur noch die luft. es faellt schwer, sich zu konzentrieren, konstant zu filtrieren und zu fokussieren. die augen fuehlen sich dick an, jederzeit.

ich trinke jetzt mein fruehstueck – und dann gehts zur arbeit.

planungen

die tage sind lang. nicht allein die sonne bestimmt die tageslaenge, wenngleich auch hier das maximum bereits erreicht war. auch die arbeitstage werden laenger. aufreibend und unendlich kraeftezehrend erscheinen die tage und wochen im job, mein koerper verlangt nach auszeit, nach urlaub und erholung. nach abstand. nach wechsel. im kopf kaum mehr machbar dringen diskussionen ueber toleranzgrenzen hinaus und erwzingen dennoch immer wieder langmut im geist. jeder arbeitstag gleicht beinahe einer schlacht im grabenkampf, der nicht enden will. ein wechsel muss her und ist dringend geboten, wenn nicht die eigene arbeit samt hoher standards irgendwann im grabenkampf aufgegeben werden sollen. es macht keinen sinn.

erfreulicheres gibt es auch. unsere kleine maus scheint tatsaechlich wieder auf einem guten weg. obgleich man ihr anmerkt, dass sie die hochdosierten medikamente nicht mehr ganz so gut wegzustecken vermag, wie dies noch vor zwei oder drei jahren der fall gewesen waere, so baut sie doch wieder ein wenig muskulatur auf und findet spass am toben und tollen mit unserm pimpf. die beiden sonnenscheine geniessen jede minute mit mir und sind auch jede minute wert. hunde sind die besseren menschen, hoerte ich einst jemanden sagen. und so gern ich mich mit freunden umgebe und deren gesellschaft auch oft suche, so zuwider sind mir doch mittlerweile die groessten anteile menschlicher eigenschaften, die tagtaeglich sichtbar werden. nicht nur im beruf. so kommt es, dass man sich oft selbst genug ist und nichts schlimmes dabei findet. war ich frueher schon mit mir im reinen, wenn ich mit dem hund den berg bestieg und einfach nur auf einem stein sass, so koennte darin beinahe ein lebensinhalt bestehen. koennte man, wie man wollte, so wuerde man die einsamkeit suchen, landschaftlich wild und schoen, etwas meer in reichweite, gemuese anpflanzen und die welt einfach welt sein lassen. vom standpunkt des verbesserers aus eine resignation, doch weiss ich, dass ich nicht alles werde zum besseren aendern koennen. manchmal geht es zwar ums tun und nicht ums siegen – die frage bleibt offen, wieviel kraft einen das am ende kosten mag. aufgeben war nie meine schwaeche, eher die konsequenz, sofern man sie als schwaeche interpretieren mag. im endergebnis dieser welt der schlangen und wendehaelse oftmals verderblich, sofern das biegsame gegenueber den laengeren hebel innehat.

genug lamentiert. mein tag wird kurz und zum glueck hab ich wieder angefangen, tennis zu spielen. es ging ganz gut beim ersten mal, manche sachen scheinen wie fahrrad fahren – wenn das mit dem sich taeglich wiederholenden kampf nur auch so waere…

veraenderungen

allerorten. nur leider nicht da, wo es not tut. sei es im grossen ganzen bei den herrschenden, die mich und die waehler weiterhin fuer dumm verkaufen moechten und so tun, als ginge ihr gemauschel mit den nachrichtendiensten niemanden etwas an. oder etwa beim punkt klimawandel resp. energiewende, die beinahe wieder einzuschlafen droht. gaenzlich im tiefschlaf ist man in deutschland auch bei thema tiere und leben. zu ausfuehrlich, um es hier in kuerze zu eroertern. wir wissen nur seit jahrzehnten, dass das tierschutzgesetz zu kurz greift, verhindert von lobbyisten und einer konservativen regierung. die kroenung aber ist und bleibt die landesopposition, die das – gerade halbwegs in die richtige richtung nivellierte landesjagdgesetz – wieder kippen moechte. fuer so ein wahlversprechen ist ein satz ohrfeigen noch zu gnaedig.  „veraenderungen“ weiterlesen