kopfschmerzen

nein, meine kopfschmerzen sind keine spaetfolgen des letzten wochenendes. das stadtfest in wiesloch war gut besucht, samstags spielte barbed wire im freihof und die stimmung war sensationell. interessant wird, ob sich die jungs naechstes jahr nicht totlaufen, denn m.e. nach sollten zwei auftritte genug sein, um keine langeweile aufkommen zu lassen. denn unter uns: das war ok, aber im grunde genommen das gleiche, wie im letzten jahr. „kopfschmerzen“ weiterlesen

selten so daneben – em 2012 vorbei

jogi lag wohl noch nie derart daneben mit seiner startaufstellung. mit drei defensiven? das liess mir zwar schon vor anpfiff die nackenhaare zu berge stehen, aber ich vertraute auf jogis ratschluss. das problem dahinter war, dass unser fluegelspiel damit automatisch erliegen musste, die jungs standen sich in der zentrale auf den fuessen, weil v.a. kroos stetig zur mitte zog und damit aussen vor blieb. boateng hatte so auch einige muehe als alleiniger linienrenner. dass podolski spielte war teilweise ueberraschend. ich hatte mir auch eine steigerung erhofft und wurde enttaeuscht – der andere fluegel lahmte also auch. das wars dann wohl. statt den italienern unser spiel aufzuzwingen hatte sich jogi in die hosen gemacht um einem alten mann in der italienischen zentrale die freiraeume zu nehmen. dass er zudem schweinsteiger nach (wiederum) unterdurchschnittlicher leistung nicht auswechselte war die kroenung. ein fluegel blieb somit ganzspielig tot. 3 chancen, 2 tore – italien gewinnt. gespielt haben die nicht wirklich und waren sicherlich auch im turnierverlauf gesehen die halbe nummer schlechter. aber gestern haben wir uns selbst das bein gestellt. was sich jogi dabei dachte? keine ahnung. sicher aber ist eines: wenn 2014 kein titel kommt, dann sind wir ein zweites portugal – es wird die ungekroente generation bleiben. denn die chance der statistik, die haben die buben schon verspielt…

heutzutage

sitzt man im schwarzwald und verdingt sich die zeit mit theoretischer arbeit. damit komm ich gut voran, den anfangsdreh hab ich gefunden. wollen wir hoffen, dass das so bleibt. genauso hoffe ich darauf, dass meine prognosen sich weiterhin bewahrheiten. deutschland schlug griechenland klar und ueberlegen, auch frankreich hatte spanien nichts entgegenzusetzen. die portugiesen kegelten hoffnungslose tschechen raus und die italiener schlugen england. „heutzutage“ weiterlesen

em 2012 – prognosen bis zum sieg

gestern abend hats gezeigt: tschechien und griechenland sind aus der blindengruppe als die einaeugigen hervorgegangen, aber das wars dann auch. die tschechen haben zwar 30 minuten gekaempft, aber in halbzeit 2 hats nicht mal dafuer mehr gereicht gegen portugal. das fuehrte dazu, dass die portugiesen sehr stark wirkten, doch muss man relativieren, da die tschechen 70% des platzes in halbzeit 2 kampflos preisgaben. „em 2012 – prognosen bis zum sieg“ weiterlesen

em 2012 – die letzten gruppenspiele

ok, das sah knapper aus, als es war. aber am ende war es dann doch ueberlegen und unangefochten. im gegensatz hierzu teilten die hollaender das schicksal, das unsere mannschaft 2004 erleben durfte. bei der vorhergehenden wm 2002 noch ins finale gerumpelt und dort zu recht verloren. in wahrheit hatte diese elf keinen anspruch auf den vize-titel gehabt. genauso die hollaender 2010, die mit treterfussball ins finale kamen und dort zu recht gegen spanien verloren hatten. und 2012? aus in der vorrunde, mehr als enttaeuschend, am boden und einfach nur schlecht. 2004 fuehrte bei uns zum bruch, zum wechsel, zur laengst ueberfaelligen steinumwaelzung und philosophiefrage. bleibt unsern nachbarn zu wuenschen, dass sie das auch hinkriegen. oder, vielleicht besser nicht, wenn ich auf zukuenftige turniere blicke…

talentfrei

was spielte sich denn gestern abend ab? die beiden schlechteren mannschaften der gruppe a setzten sich ins viertelfinale ab und liessen die beiden besseren mannschaften zurueck. ok, dass die polen zu incht viel in der lage sind, haben sie hinlaenglich bewiesen. genau wie die ukraine wuerden die polen bei keiner endrunde mitspielen ohne den gastgeberbonus. dass sich gestern zahnlose russen an talentlosen griechen versuchten, ohne die geringste durchschlagskraft zu zeigen, bezeugt nur, dass das niveau in gruppe a extrem tef war. griechenland hat nicht viel gemein mit den handwerksmeistern von 2004. griechenland hatte schlichtweg dummes glueck und russland war zu doof. dass sich die tschechen ueber die linie rumpeln war dann eher dem augenhoehenduell um die tragbare banane mit polen geschuldet. aber ein steht fest: daenemark wird heute abend bezwungen werden und griechenland duerfte nicht die geringste chance haben im viertelfinale gegen deutschland. das sind definitiv klassenunterschiede…

em 2012 – die ersten spiele

waehrend gestern abend ein willenskampf mit etwas glueck zum sieg der deutschen ueber portugal fuehrte und die hollaender gegen talentfreie daenen drei punkte verzockten, sehe ich mir im moment das spiel der spanier gegen die italiener an. und ich bin erleichtert. nicht, weil italien gerade in fuehrung gegangen ist, sondern weil ich irgendwie recht behalten hatte. spanien stirbt in schoenheit, spielt so, wie man sie bis 2008 kannte. schoen bis zum strafraum, wirklich ansehnlich und 6 offensive mittelfeldspieler zaubern sich gegenseitig die raeume zu. fabregas glich soeben aus, das widerlegt mich nicht. denn das spiel hat wirklich keine klasse. die italiener sind ein schatten frueherer tage, strahlen nur gefahr durch konter aus. die werden durch langsame und satte spanier gestattet, der biss im zweikampf fehlt nicht wirklich, doch wirkt das alles halbschrittig abgefuettert. italien setzte ich im tippspiel ohnehin auf platz4 in der gruppe und in spanien sehe ich in diesem turnier keine gefahr. auf dass mich der fussballgott nicht widerlegen moechte…

nachwehen

am letzten spieltag ergaunerte sich die hertha – sowieso nicht unbedingt einer der sympathietraeger im profifussball – die chance auf die relegation. beguenstigt durch den leistungsverzicht des kraichgauer hobbyclubs und durch exemplarische unappetitlichkeiten des profifussballs.

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sonnenbrand im mai

durchwachsene tage. mein fc geht in liga zwei, verpflichtet stanislawski als trainer und versucht, sich oeffentlich in demut zu ueben und den neuanfang zu propagieren. die bayern machen in einem spiel samt elfmeterschiessen genau das, was ich vom fc waehrend waehrend eines grossteils der saison gesehen hatte und rummenigge umschreibt das mit den worten: „bitter, brutal und ueberfluessig!“ der unterschied liegt im bejammerten niveau und der eingenommenen summe. waehrend der fc bayern sogar noch geld bekamt wird uns geld abgezogen. jammern? nein. sonnenbrand hab ich, da am gestrigen tag die sonne etwas haerter als erwartet zuschlug, vor allem in kuerzerer zeit. uns plagt die sehnsucht nach weite und urlaub, nach einer anderen welt, als die der enge und zersiedeltheit unseres landes. die komplexitaet und perfiditaet unserer welt zwingen zum rueckzug, zum davonlaufen beinahe. doch dazu spaeter mehr…vielleicht morgen.

abschied aus liga 1 – die fuenfte?

zugegeben: bis maerz rechnete ich nicht im geringsten damit, dass sich mein fc in diesem jahr wieder mit dem thema abstieg beschaeftigen muss. ich rechnete nicht damit, weil in dieser liga wesentlich talentfreiere teams agieren und weil zu beginn der saison die aufbruchstimmung mit dem wunschtrainer gross war. auch war die abdankung overaths ueberfaellig. und ich war sogar noch der ueberzeugung, dass die trennung von finke zum damaligen zeitpunkt richtig war, obwohl immer unueberhoerbarere toene vom alten oberlehrer nach aussen drangen, die solbakken teils deutlich kritisierten. nein, ich war in der pro-solbakken-fraktion gefangen und landete hart. solbakken ist ein super typ und er hat bestimmt viel gelernt in diesem knappen jahr. er hat wohl gelernt, dass man bundesligamannschaften nicht an der ganz langen leine halten kann, dass drei trainingseinheiten pro tag besser sind als zwei und vor allem, dass man in kritischen situationen auch gerne mal trainingsfrei oder zu-hause-schlafen streichen darf als trainer.

ein freund schrieb mir, dass sein bruder sich mit anderen anhaengern nach dem freiburg-desaster unterhalten habe. hierbei sei der satz gefallen: „meine alkoholmannschaft hat ein fussballproblem“. treffend. danke. und da ich von schrecklichen ereignissen an letzten spieltagen schockzustaende in erinnerungen wiederfinde, gehe ich davon aus, dass am kommenden samstag um 1715h der fuenfte abstieg meines fc feststehen wird. nach all den jahren frage ich mich ernsthaft, weshalb ich mir das noch antue. ich moechte, dass der verein sein potential endlich ausschoepft. ich wuensche es ihm. und da das system mit mir offenbar nicht zu funktionieren scheint, wird es wohl naechste saison ohne mich besser funktionieren muessen. denn eines werde ich mir gewiss nicht antun: ein ligaspiel, das ich von zu hause aus zu fuss besuchen kann – in sandhausen. treppenwitzig waere noch, wenn das nicht nur dank eigener unfaehigkeit mit einer niederlage gegen den fc bayern geschieht, sondern gleichzeitig durch die wettbewerbsverzerrende soeldnertruppe von hopps gnaden realisiert wird. so kann man einem auch heimzahlen, dass man aus unterschiedlichen welten stammt.