juli 2016

ich halte an. es ist zeit. mein koerper sendet eindeutige signale und ich schalte 3 gaenge runter. mein letzter einrag hier stammt aus dem urlaub, demr gefuehlte jahre her zu sein scheint. zeit fuehlt sich unwirklich an. sie rast. ich rase mit. eine fussball-europameisterschaft ohne wirklich beteiligung. ein arbeitstechnischer abschied aus mannheim, terror in nizza, angeblicher putsch in der türkei. alles scheint unwirklich.

zu meinem abitur im jahr 1996 bekam ich als buchpreis (fuer ehrenamtliche taetigkeit, nicht qua leistung!) ein buch mit dem titel „eine welt in aufloesung“. nie war der titel treffender als heute. die englaender entscheiden mehrheitlich fuer die briten einen austritt aus der eu, den brexit. wieso? man uebersieht und vergisst vieles, was selbstverstaendlich scheint. die englaender auch. ich nehme ich nicht aus. entschleunigung tut not. ueberblick behalten.

so sehr ich den ueberblick auf alles berufliche und nebenberuflich fokussiert lasse, so sehr verlor ich mich selbst aus den augen in den letzten wochen. meine auszeiten kamen zu kurz. mein selbst, schreiben, durchatmen. einfach nur mal ohne plan sein, die zeit geniessen. freunde erleben, sich selbst spueren. ich habe es erkannt. mein koerper sendet eindeutige signale, ich hoere und sehe sie. ich fehlinterpretiere nicht. fehlinterpretationen sind zum glueck selten bei mir.

vorfreude kommt trotzdem auf. auf das kommende wochenende, die kommenden wochen. viel neues im beruf, neue abschnitte in der firma. in beiden firmen. trotzdem gang raus. die freude bleibt. die toskana erwartet mich auch gegen ende des sommers. schwierige zeiten. druckzeiten. pulszeiten. energiezeiten. zeiten. zeit, die akkus wieder aufzuladen und nicht mehr bis auf reserve zu gehen. gedanken kreisen, ich gehe voran und bleibe sitzen. stillstand ist nicht mein ding. aber kraefte einteilen muss es sein, wird mein ding werden. wir sehen uns. morgen im spiegel. ich bin da. versprochen.