april 2016

seit eine monat bin ich 39. 39. hmm. das hoerte sich frueher wirklich alt an, heute fuehl ich mich noch immer wie mit 30. zumindest ist das der subjektive eindruck beim blick in den spiegel. also ein wenig selbstbetrug am start, hm? naja, ich werds verkraften. im grunde gehts mir auch wie frueher. nicht ganz so trainiert, aber der kopf is wach und bleibt am puls. die muedigkeit ist nur die temporaere, das durchschnaufen, das fehlt. es fehlt wirklich. kein wirklicher erholungsurlaub in 19 monaten und selbst der letzte lange uk aufenthalt war ein halber arbeitsausflug zum firmenstart. 

2016 scheint ein ordentliches jahr zu werden. viele veraenderungen, viel neues und viel bewegung. ich mag bewegung. stillstand ist der tod. kaum schlimmeres als routine, ich brauche bewegung, brauche meinen eigenen motor, der mich antreibt – auch wenn er zur zeit gerade nach erholung schreit.

die wahlen liegen auch hinter uns. es wird schwarz-gruen. mein persoenliches empfinden vor der wahl spiegelte sich im votum wieder. kretsch sollte bleiben. den leuten hier im suedwesten ist nach konservativer progressivitaet, nach buergerlichem fortschritt. was fade bleibt ist der anteil der afd – in ganz deutschland. ich verstehe verdruss, aber wenn mir in einer kneipe ds bier nicht schmeckt, dann geh ich ja auch nicht aus der kloschuessel saufen, sondern wechsle das bier oder die kneipe. der anteil an undemokraten ist in diesem land noch immer hoch und haette man uns die demokratie damals nicht mit einer bombe in den allerwertesten gesteckt, dann waere unser obrigkeitshoeriges voelkchen wohl dem naechsten falschen versprecher nachgerannt. all jene, die heute afd waehlen und behaupten, dies aus demokratieverstaendnis zu tun, all jene sind die ersten hinter der fahne und in den reihen am todestag der demokratie. wehret den anfaengen. einfangen ist gut, herr seehofer. aber am ende muessen die auch mal irgendwann ueberzeugt werden – mit der ewig gleichen taktik zuechte ich mir das problem nur generationsweise nach und behalte den ultrarechten rand als steigbuegelhalter meiner mehrheiten…

was wollte ich noch kurz loswerden? achja. gestern abend verlor dortmund mit 3:4 in liverpool. seit langem ein spiel (ohne fc-beteiligung), das ich mir instinktiv in voller laenge antun wollte. und ich tat gut daran. das war ein herrliches fussballspiel, eines der spiele, weshalb man sich fussball ueberhaupt ansieht. danke, juergen klopp und danke, anfield road. danke, kop und danke, liebe reds. das hat sich gelohnt. ein wenig genugtuend war auch das ausscheiden des herrn tuchel fuer mich. nicht, dass ich dortmund das grundsaetzlich missgoennt haette, aber herr tuchel besitzt erstaunlich wenig kredit bei mir. der kleine alleinherrscher und despot mag sich in seiner herrlichkeit sonnen, solange die sonne scheint. an regentagen werden wir sehen, wie weit sie strahlt.

a propos strahlen: das tu ich auch. ab naechster woche freitag. ein herrlicher trip in die bretagne…es wird nachberichtet.