zwischen den welten

zwischen den welten befindet man sich stets ungern. in den letzten wochen fuer mich ein dauerzustand, aber ungern kann ich nicht behaupten. ich sitze heute hier im versuch den tag zur entspannung zu nutzen, zur reflexion, zur betrachtung des hier und jetzt und des vergangenen. die letzten wochen waren wie erwaehnt gepraegt umbruechen und umdenken, von neuer und alter arbeit – vor allem aber von arbeit und anstrengung. gepaart mit einer sich wochenlang ziehenden erkaeltung kann ich mich nicht ueber einen tag wie heute beschweren, wenngleich auch dieser wieder irgendwann in arbeit abgleiten wird. 

ein beruflicher seitenwechsel zu oktoberbeginn, den ich bereits erwaehnt habe. im prinzip fuehle ich mich sehr wohl damit, v.a. mit der aussicht auf kommende aufgaben. einziger traenentropfen erwischt unsere beiden granaten, die fuer eine uebergangszeit von einigen wochen ein paar stunden am tag laenger alleine zu hause bleiben muessen. dafuer sind die aussichten fuer beide ab januar eigentlich recht rosig – es ist schwer in hundesprache zu uebersetzen, aber da muessen die beiden halt durch.

england war wieder einmal. nach beinahe einem jahr war es eine rueckkehr in vertraute gefilde, auf den hof zu sue & andrew und letzten endes nach wootton. betrachtet man sich die nackten zahlen, so haben wir durchaus einen akzeptablen schnitt gemacht, der subjektive eindruck gegenueber aufwand, aufgebot und zielrichtung war sicherlich extrem ausbaufaehig. nichtsdestotrotz brachte das ganze ein paar sehr grosse und wichtige erkenntnisse mit sich, die es nun umzusetzen gilt. denn nach dem spiel ist vor dem spiel und mein blick geht schon wieder in richtung torlinie. unsere ausrichtung wird sich mit sicherheit nicht aendern, wohl aber ein paar ablaeufe.

wie geht es mir? an und fuer sich gut. angespannte lagen sind mein meisterstueck und ich freue mich sehr auf 2016. merkwuerdigerweise sind die ungeraden jahre bislang stets jahre finanzieller anstrengungen und anspannungen gewesen, stets auf kante genaeht und ohne die chance, einen schritt vorwaerts zu kommen. das ergibt sich dann wohl wieder naechstes jahr, dann aber auch gleich nachhaltig, so darf man hoffen.

abschliessend vielleicht fuer heute noch ein paar worte an meine liebsten. zunaechst moechte ich mich bei meinen eltern bedanken, die ohne zu fragen vor einigen wochen auf unsere bitte reagiert haben und bei der „betreuung“ des hausstandes einspringen. das ist keine selbstverstaendlichkeit und wird hier auch nicht so gesehen – das ist einfach nur wahnsinnig entlastend und toll fuer alle hier im haus.
unter eben diesem dach leben neben uns beiden noch vier weitere familienmitglieder – und was fuer fantastische das sind. das kleine wurschtelpaket lebt hier definitiv im haus und nutzt die freiheiten draussen nur zur koerperhygiene. sie verdient sich das praedikat „ghk“ (gaiberger-haus-katze). ihr „grosser“ bruder ist nicht gerade furchteinfloessend und auch nicht der beschuetzer des anwesens. der pluesch-kater liebt meine frau ueber alles und duldet mich als den, der eben auch mal das essen hinstellt. weilt natascha ab montags in villingen, so ist das naehebeduerfnis ab donnerstags zu gross, so dass auch ich ihn einmal streicheln soll. unfassbar.
eine nummer groesser und bei etwa 23kg angesiedelt unser neuestes mitglied, das mittlerweile aber auch scho ein ganzes jahr bei uns lebt. was mir der plueschkater zu wenig zukommen laesst, das gleicht unser scotty mehr als genug aus. aus nicht vollends zu errechnenden gruenden bin ich sein lebensheld und selbst natascha hat es schwer mit seiner trauer, wenn ich nicht zugegen bin. bei ihm kann man sich nahezu sicher sein, dass er kaum gestohlen werden kann. er ist ein befreiungskuenstler und laesst sich aus meiner naehe nur durch meinen eigenen befehl entfernen. ein echter herzenshund und von unglaublicher guete und empathiefaehigkeit, wie man in den letzten monaten beobachten konnte.
kommen wir abschliessend zur chefin im ring. auch bei ihr ist das alter nicht genau bekannt, doch duerfte unsere kleine maus mittlerweile ihre 10 lenze zaehlen. fuer eine rottweilerhuendin ein gutes alter und damit auch hier im umkreis die hundechefin – die mittlerweile nur noch wenig kritik oder widerspruch von gleichartigen duldet. ihrer stellung bewusst ist sich unsere oma schon laenger, doch haustintern wurde sie wieder etwas weicher nach ihrer schweren op vor etwa 2 monaten. nur knapp dem tod entronnen traegt sie nun eine ca. 18cm lange narbe vom rechten ohr bis unters kinn, die zwischenzeitlich zum glueck etwas durch haare verdeckt wird. unsere maus erlebte gerade wieder ihren siebzehnten fruehling auf dem bauernhof und ist heuer wieder topfit. wir alle sind erleichtert und gluecklich darueber und duerfen uns so weiter an ihrem wunderbar ausgleichenden wesen freuen, das jede widrigkeit einfach wegschleckt.
last, but not least ist das meine frau zu erwaehnen, meine taesch. nach einigen jahren ehe ist man sich definitiv nicht mehr fremd und wir schoeren uns stets uns nicht dem alltag zu ergeben. das klappt zuweilen auch ganz gut. was aber noch besser klappt sind unsere selbstreinigungskraefte, unsere faehigkeit zur reflexion und korrektur. unsere haltung gegenueber dem anderen, die vor allem von einem gepraegt ist: von liebe. ein gemeinsamer weg, der uns immer wieder zum aufeinander achten bringt, zur rueckschau und vorausschau und zum miteinander.
so kann es weitergehn.