lebend gekocht

zombie. das koennte ein korrekter ausdruck sein. halb-vampir passt auch, wenn man die zeiten zugrundelegt, zu denen ich mich halbwegs lebendig fuehle. tagsueber dick die luft, zum schneiden weich und puffig fast. im wald eingefettet und erstickend. meine augenringe weichen nicht mehr – wie auch, bei maximal 5 stunden schlaf pro nacht, obwohl ruhezeit vorhanden.


 

seit wochen andauernde hitze. regelmaessig verfluche ich insgeheim die herrschaften, die sich stets „endlich richtigen sommer“ wuenschen. dann fliegt im august nach sizilien. bitteschoen. es ist nicht zum aushalten. keine abkuehlung nachts mehr, seit wochen. einmal in drei wochen kurzer platzregen bewirkt schwuele, sonst nichts. ich schleppe mich durch die tage und versuche nur, zu ueberleben. gleichwohl bleibt der takt hoch, ein vielfrontenkrieg. was wird sich (auf-)tun? abwarten. in einigen wochen sehen wir eventuell klarer. wenig ist von mir abhaengig, abhaengigkeit von anderen scheint mir lastiger denn je.

die 2-hund-problematik laesst uns gerade wieder unser auto verkaufen. ich sehne mich nach urlaub, nach abschalten und abfahren. nach kuehle und ruhe, nach nichts als nach weg. die tage sind vegetation, weniger leben. erst abends bei sonnenuntergang erwacht der geist zeitweise. mittags um drei koennte auch nachts um drei sein, ebenso zaeh fliessen die gedanken, der fuss auf dem gaspedal ist durchgedrueckt, aber drei zylinder scheinen tot.

die hunde sind zu fliesenliegern geworden. unertraeglicher als alleinesein erscheint ihnen nur noch die luft. es faellt schwer, sich zu konzentrieren, konstant zu filtrieren und zu fokussieren. die augen fuehlen sich dick an, jederzeit.

ich trinke jetzt mein fruehstueck – und dann gehts zur arbeit.