erschoepft

ausgeschoepft, erledigt und platt. das triffts am besten fuer meinen heutigen zustand.

vergangenes wochenende ein grosses fest, eine lange feier. tags darauf zum essen eingeladen und wiederum anderntags hat ginger ein tennisball-grosses geschwulst am hals. zwischen arbeit und tierarzt und hoffen und bangen. dazu eine bestellung aus royalen kreisen, die alles bisherige um das mindestens 10-fache uebersteigt und noch dazu dringend ist, da wir eine party fuers kommende wochenende mit unseren weinen ausstatten sollen.

es folgen zwei diagnosen, die einen wieder zwischen himmel und hoelle gefangen halten. ich mach es kurz: wir hatten die chance auf eine akute lymphale infektion, die 2 wochen konventionell behandelt wird und dann besserung zeigen sollte. tritt die besserung nicht ein, so muessen genau genommen keine weiteren untersuchungen mehr von statten gehen; diese diagnose waere niederschmetternd und ginger blieben dann noch durchschnittlich 6 wochen. und uns auch…

vollgestopft mit medikamenten und ein zwei-wochen-vorrat im gepaeck ging es wieder nach hause; dass unser pimpf auch noch blut lassen musste um einer infektion vorbeugen zu koennen, war dabei schon fast nebensache. fuer mich ging es in den alltag, der mich ebenfalls an den rand des wahnsinns trieb. wenn jeder seinen job machen wuerde, dann duerfte ich auch nur einen machen – und nicht zwei oder drei. nur manchmal ist low-performing irgendwie chic und mich treibt das den klippen naeher. kommt zeit – kommt rat. und mal sehen, was es in den naechsten monaten so an tueren und toren zu oeffnen geben koennte.

innerhalb dieses zyklus spitzte sich die lage andernorts zu. steuerberater verdengelt unterlagen, spedition macht sich selbständig und ratzfatz ist die party-lieferung wein nicht zur royalitaet sondern ins nirgendwo unterwegs. das war ende meines fruehdienstes. an schlaf war nicht zu denken, das organisatorische epi-zentrum waren ein mobiltelefon, ein festnetztelefon, zwei computer und: mein kopf. an schlaf war nicht zu denken. a propos schlaf, es kam ja noch der nachtdienst. ein ruhepuls von 120 und gefuehlte zwei kannen kaffee liessen mich einen guten job machen (glaub ich) und als ich gegen ende erfuhr, dass frau und kollege wohlbehalten in england angekommen waren, loeste sich etwas die spannung. drei stunden „ausschlafen“, telefon und korrespondenz, grosse erledigungen und gassi, steuerberater und essen, tierarzt und, und, …. und…. jetzt ist es kurz vor 18.00 uhr. ich freue mich fuer ryan, dass seine operation gelungen ist und er wohl bald wieder nach hause kommt. ich freue mich auf natascha, die heute nacht wieder nach hause kommt. und ich freue mich auf morgen abend, wenn ich nach dem spaetdienst nach hause komme. entspannung bei einem glas wein? vielleicht morgen abend. nein, ganz sicher. und sonntag ist frei. tolle sache.

und wisst ihr, worauf ich mich noch freue? oktober – da ist naemlich urlaub angesagt.


update: gingers faustgrosser lymphknoten ist nur noch tischtennisballgross. scottys blutergebnisse sind da. aussagen vom tierdoc dazu: prima, 95% chance fuer ginger, 80% fuer scotty (in 4 wochen letzte blutprobe um sicher zu gehen).

wenn das mal kein grund fuer ein glas wein ist, auf das man sich auch freuen darf. mit frau waers noch schoener.