urlaub 2014

die ersten tage vergingen wie im flug. nataschas zeit in london war mehr als erfolgreich. in patricks bescheidener huette eine geraeumige gaeste-etage und jeden tag in londons city arbeiten – was fuer andere traumhaft klingt war wohl tatsaechlich im endeffekt sowohl stressig wie arbeitsintensiv.

ich selbst habe mit ginger vom erdgeschoss aus das haus bewacht und die logistik tagsueber organisiert. freitags ging es dann zu sue und andrew nach tappington – verplant wie eh und je, die beiden. ein absolutes raum-zeit-refugium ist dieser hof, stehen geblieben und anachronistisch, ein rueckzugsort fuer zukunftsgestresste. nach zwei tagen dort ging die reise gestern morgen nordwaerts nach northumberland.

hier angekommen am rande des nationalparks in thropton (nr rothbury) belegten wir unser gebuchtes zimmer im “three wheat heads”. was es noch ueber diesen laden zu sagen gibt? alles! er ist schlichtweg eines der besten b&b’s, das wir je besucht haben. die zimmer sind sauber, die einrichtung gut. der service kann mit jedem hotel problemlos mithalten, das essen im restaurant schlaegt viele deutschen restaurants um laengen und stellt auch hier manches in den schatten. vorsichtig tastet man sich heran mit einer vorspeise fuer 2: hausgemachte burger von verschiedenen fleischsorten. wir entscheiden uns fuer reh, rind und lamm – und das war absolut eine idee und gut umgesetzt fuer 7 pfund(e). zum hauptgang kamen die dicken ueberraschungen: eine lammschulter mit roestkartoffeln und zwei schweinekotelettes mit kartoffelbrei, zu beidem entsprechend gemuese. ich machs kurz: alles top! wirklich fantastische garpunkte, toll gewuerzt und schlichtweg ein fantastisches preis-leistungs-verhaeltnis. wir waren skeptisch und wurden fuerstlich bedient fuer maximal 14 pfund im hauptgang. das sucht seinesgleichen, hier und andernorts! einziger kritikpunkt sind wirklich die portionsgroessen – das ist zu viel! oder sind hier alle holzfaeller…?

was uns am dienstag erwartete war ein fruehstueck (fuer holzfaeller) und ein 22-grad-wolkenlos-tag, den wir im nationalpark verbringen wollten. ab ins college valley und statt des angepeilten kleinen rundgangs ist es dann doch die besteigung des “great heatha” geworden; erfreulich, dass es selbst ginger gepackt hat (jaja, morgen goennen wir ihr ruhe…!), denn entlohnt wurden wir alle mit fantastischen ausblicken ueber dne nationalpark, das valley und die andern berge.

nachmittags ein kurzer abstecher nach holy island und lindisfarne (touristisch ueberfuellt und desweg nix wie weg!), danach nach bramburgh und das chateau links liegen lassen, stattdessen etwas suedlich den einsamen sandstrand geniessen und ginger zusehen, wie sie sich jung fuehlt und versucht, weit auszugreifen beim toben am strand. ein wunderschoener anblick an einem wunderschoenen ort bei wunderschoenem wetter. der unterschied zu deutschland? ueberall spuerbar! einen solchen strand findet man nicht in deutschland. in deutschland wird zur duene gebaut, dann folgt ein zaun und der strand ist sowohl mit strandkoerben und hinweisschildern uebersaet. hunde sind gleich gar nicht zulaessig und man kann keine 10 meter gehen, ohne einen anderen menschen zu treffen. bis zum strand zu fahren kostet aber schonmal geld und man nenn das kurtaxe. und hier? keine kurtaxe. wie ueberall in england: fahr bis zur duene und nimm dir einen der freien parkplaetze. lauf den weg bis zum strand – der ist 100 breit und mehrere kilometer lang. so weit du sehen kannst zaehlst du maximal 50 personen, von denen die haelfte ihrem hund den ball werfen und die andere haelfte geniesst die stille und das rauschen des meeres. geniess die zeit und hinterlass den strand sauber – ein selbstverstaendnis, auch ohne hinweisschilder und kurtaxe.

zurueck von dort ging es wieder nach thropton – early bird menu (als fish& chips getarnt), dazu je 2 carling und ab unter die dusche. hier lieg ich jetzt und schreibe diese zeilen, im pub unter uns scheint die quiz night loszugehen. bilder sortieren und teilnehmen? gibts denn wirklich alternativen…?

bilder folgen…