27/28 -12-13

ribeye im cock
ribeye im cock

am 27.12. folgte fuer uns der tag der m25. diese autobahn fuehrt im orbit einmal um london herum und wir mussten das ebenso. denn unser glueck war, dass wir es tatsaechlich geschafft hatten, alle im sueden ansaessigen freunde in den terminkalender zu bekommen, dafuer nahmen wir die fahrten gerne in kauf. immerhin konnten wir so in st.albans das nunmehr fertig gestellte haus von gill & paul bestaunen. ein wirklich schoenes kleinod, das die beiden da am rande des stadtkerns mit blick ins gruene geschaffen haben. ganz viel englische tradition im reihenhaus gepaart mit moderner technik und das ganze in gemuetlich. ein wunderschoenes heim fuer ethel.

da die beiden morgens aber noch bei pauls mutter in colchester waren und obendrein die termine durcheinander gebracht hatten kamen wir sogar noch vor ihnen in st.albans an und quartierten uns erstmal im „cock“ ein. gingers knie schmerzte offensichtlich, weshalb wir auf einen grossen spaziergang im umland verzichteten. stattdessen gabs ein bier auf nuechtern – auch nicht schlecht nach der fahrt. gill kam mit ethel recht zeitig, paul etwas danach. traditionell gabs fish & chips und fuer mich ein ribeye – lecker, auch wenn ich zugeben muss, dass die kueche bei meinem letzten besuch besser war. aber das nur am rande. ansonsten war alles perfekt. der kurze gang ins neue haus der drei im anschluss foerderte die verdauung nicht, der kaffee dort dann umso mehr. leider war unsere zeit knapp, denn wir hatten um 18 uhr patrick in thames ditton zugesagt. trotzdem auch an dieser stelle nochmal ein herzliches danke fuer den schoenen nachmittag – wir sehen uns spaetestens im august/september, natascha eventuell im maerz.

danach gings wieder auf die m25 und – im gegensatz zum vormittag – traf uns diesmal der ortsuebliche stau. google hatte aber recht gehabt und wir trafen exakt 2 minuten nach der berechnung ein. ganz nebenbei: patrick wohnt wirklich „nett“, beschwerte sich aber zuerst ueber englische ingenieurskunst – man weiss eben nie, was dabei rauskommt. so hatte er in seiner kleinen villa ueber die feiertage ein kleines leck im panoramaglasdach seines wohnzimmers zu beklagen. naja, jammern auf hohem niveau eben;)

zum aperitif entfuehrten uns trina und patrick ins „ye olde swan“, einem altenglischen pub am ufer der themse. nebenbei bemerkt: hampton court und thames ditton sind sogar bei dunkelheit eine reise und zwei augenblicke wert – das wird uns wiedersehen dort. danach kam das obligatorische curry – patrick wuchs damit auf und findet in aller welt die besten indischen restaurants, weshalb er auch hier seinen favoriten praesentierte: „the rose“. ganz ehrlich: wahnsinnig lecker. auf patricks gaumen ist verlass und der abend wurde so perfekt abgerundet. gelacht, vor lachen geweint und sogar berufliches kam nicht zu kurz – ein gelungener tag. ab gings „nach hause“ auf die m25, denn am naechsten tag sollte besuch kommen.

zum lunch hatten sich susanne mit ihren kindern und ian angkuendigt. doch eine hiobsbotschaft gabs vorher zum fruehstueck: andrews vater war von der leiter gefallen. der 92jaehrige hatte die idee gehabt, einem alten freund mit der motorsaegenarbeit zu helfen und hatte sich beim sturz den oberschenkel gebrochen. andrew fuhr nach ashford ins krankenhaus, joss und sue begleiteten uns ins „jackdaw“ zum lunch. der service war mittelpraechtig und auch das essen war hier schonmal besser – sehr wechselhaft der laden trotz strenger fuehrung. oder vielleicht gerade deshalb? ich weiss es nicht. in jedem fall freute ich mich riesig, dass es sowohl ian als auch susanne auf sich genommen hatten und nach kent gefahren waren – das war keine selbstverstaendlichkeit. gerade fuer jemanden wie ian nicht.

natuerliche haltung auf tappington hall
pigs & piglets

susanne nutzte im anschluss die gelegenheit und kam mit ihren kindern auf die farm waehrend wir uns etwas zurueckzogen zum geruhsamen „leseabend“ – ein wenig ruhe vor der morgigen party war bestimmt nicht schlecht.

dass abends noch der kinoabend bei allyn und jackie auf dem plan stand war der letzte hoehepunkt im ort vor der party. im eigens umbauten heimkino lief „red dog“ und brachte mich zum weinen. der abend lief klassisch und die beiden gaben sich wirklich alle muehe, echte kinoatmo zu schaffen. es gab eis im kinoformat und popcorn, dazu getraenke am platz. die drei hunde mussten still halten – eine echte huerde fuer die drei grossen aus dem tierheim – allesamt echte herzchen. was bleibt? red dog – die empfehlung des jahres.