viel zu sagen

ende november sitze ich im wohnzimmer und weiss gar nicht an welchem ende ich beginnen sollte, meine gedanken in die tasten zu hauen. ich fange mit den vergleichsweise belanglosen dingen an: der fc hat ein spiel weniger und ging wieder einmal sang- und klanglos gegen ostholland unter. das nachholspiel gegen mainz wird dann die richtung weisen: mittelfeld oder eine weitere saison abstiegskampf. und nein, ich moechte nicht in die voellig an den haaren herbeigezogenen mutmassungen der koelner journaille einstimmen und unterstellen, dass da wieder einmal eine missstimmung zwischen trainer, sportdirektor und spielern herrscht. einzig und allein diese mutmassungen treiben spitzen in das fleisch der protagonisten. doch moechte ich mich damit nur am rande beschaeftigt wissen.  „viel zu sagen“ weiterlesen

november, der 23te – 2011

was die bild-zeitung bringt und uns allen ein thema zur konversation an die hand reicht: genau, das wetter. wie ich gestern las nennt man die derzeitige periode ein omega-wetter. wir haben also (an unserem beispiel) eine lang anhaltende trockenperiode. ungewoehnlich fuer die jahreszeit, doch umso schoener, dass uns das sonst uebliche schmuddelwetter erspart bleibt. so kann ich mit ginger einen freien tag beim spaziergang im wald geniessen. die luft ist klar und schneidend, die atmosphaere still & friedlich. man fuehlt sich allein, doch nicht einsam. der wald umgibt dich und ist bei dir. seine waerme, die er monatelang bis zum fruehjar speichert, beruehrt dich und zeigt dir noch immer die herbstlichen farben in der wintersonne. wenn winter das bliebe – ich koennte ein echter freund werden. doch im stillen streitet er sich noch immer mit dem sommer um platz 3 meiner zentraleuropaeischen jahreszeiten. wisst ihr, was ich meine?

daemmelwald

was ist oeffentliches interesse?

wenn ich mir die verhaltensweisen des niedersaechsischen umweltministeriums ansehe, dann waere mein titel doch mal eine doktorarbeit (ohne plagiate!) wert. was ist denn dann bitte noch von oeffentlichem interesse?

nmu verweigert greenpeace zum thema „strahlungswerte in gorleben“ akteneinsicht

der letzte hilfeschrei

am abend des 15.november 2011 fuehrt deutschland gegen holland in einem freundschaftsspiel zur halbzeit 2-0 und ich sehe mir das heute-journal an. was sehe ich?
die europaeische wirtschaft geht am stock, das system ist am ende. italien und griechenland waehlen neue regierungschefs, sogenannte wirtschaftsexperten. also zwei von denen, die dieses system eingerichtet haben.
ich sehe, wie die europaeische union verzweifelt versucht, die selbst gerufenen geister loszuwerden, indem die regularien fuer die rating-agenturen veraendert werden sollen.
ich sehe, wie nun auch die nachrichten den widerspruch bemerken, den unser volk in sich traegt: sich beschweren ueber europa und allgemeine panik und unsicherheit verbreitend geht man munter einkaufen und aendert nichts am sein, an der ursache aller probleme.
ich sehe, wie sich der herr innenminister ins mikrofon enttarnt und von aehnlichen aktionen gegen rechts wie gegen den islam redet. ich hoere nicht den fehler zugeben, den deutsche behoerden seit jahren begehen und die ermittlungen gegen rechts auf kreisebene abwaelzen. ich hoere nichts von der gefahr, die man jahrelang etwas fremdem in die schuhe schieben wollte und die in wahrheit in der nachbarschaft wohnt.
ich sehe, wie die wahrheit ueber gefluegel aus deutschland ans licht kommt, hoere aber nichts davon, wie sehr pervertiert allein die begrifflichkeiten heutzutage anmuten, wenn man den ganzen industriell, billig, massenhaft und menschen- und tierverachtend hergestellten nahrungsapparat als konventionelle viehwirtschaft bezeichnet. das sind die gleichen, die in einem idealisten ein feindbild fuer das zusammenleben sehen.

in 10 minuten heute-journal offenbart sich zuweilen der letzte hilfeschrei einer gesellschaft…

post overath

diese zeitrechnung begann vor etwa einer halben stunde. auf der jahreshauptversammlung trat unser dreikoepfiger vorstand zurueck. nachdem im letzten jahr die beste karnevalssitzung des jahres von diesem vorstand geleitet wurde und die nicht-entlastung einfach ignoriert worden war, liess man am heutigen tag keinen zweifel aufkommen. man zog die konsequenz aus einem monatelangen streit mit einer mitglieder-initiative, deren speerspitze mir nicht minder unsympathisch ist, als der bisherige gesamtvorstand. „post overath“ weiterlesen

1984

war george orwells bedeutendstes werk – zumindest aus meiner sicht. in frueheren zeiten setzte man orwells szenarien mit den situationen in den vormals sozialistischen laendern im osten europas gleich. leider waren orwells schilderungen viel weitreichender und in vielen bereichen geht es den us-nahen staaten keinen deut besser. mit dem feinen unterschied, dass sich unser system subtiler und perverser verhaelt, als es orwell jemals haette voraussehen koennen, wahrend sich der grossteil unserer bevoelkerung immer noch dummdreist arrogant fingerzeigend auf den sockel stellt, ohne die einschlaege zu hoeren. doch wie nannte orwell das ergebnis der sprachreform im jahre 1984? genau, neusprech. einen netten beitrag zum thema intelligenz kann dort auch finden – kurz aber treffend. danke.

und um nochmal auf das „systematische“ grundproblem zu kommen: in letzter zeit fuehrte ich u.a. viele gespraeche um die themen computer und betriebssysteme (vor allem fuer aeltere menschen), produkte, marktwirtschaft und datenschutz. viel spass beim lesen.

fruehgassi im november?

„nicht mit mir“ scheint sich allmorgendlich unsere ginger zu denken. der spaziergang nach dem aufstehen morgens gestaltet sich mit zunehmender kuehle und dunkelheit zu dieser jahreszeit von tag zu tag schwieriger. ob wohl doch etwas dran ist am volksmund, der behauptet, dass sich hund und herrchen mit der zeit aehnlicher werden?