wilde horde

so wild, wie mein fc am samstag die zweite halbzeit trieb, so wild taten sich auch einige unverbesserliche subjekte hervor, die unter dem deckmantel eines unserer groessten fanclubs willkuerlich passanten und polizeibeamte attackierten. die wilde horde liess aber das richtige echo folgen, das ich euch nicht vorenthalten moechte. deshalb der gesamte wortlaut des offenen briefes.

Stellungnahme der Wilden Horde Köln 1996 zu den Geschehnissen nach dem Heimspiel gegen Bayern München am 05.02.2011
Nachdem zwei Tage seit dem Heimspiel gegen den FC Bayern München vergangen sind, wollen wir Stellung zu den Vorfällen nach dem Spiel beziehen.

Nach jedem Heimspiel des 1.FC Köln versammelt sich ein Teil unserer Gruppe hinter der Südkurve, so auch nach dem Heimspiel gegen Bayern München. Von da aus begibt sich die Gruppe dann zur naheliegenden Bahnhaltestelle des Stadions, um anschließend die Heimreise anzutreten. Am Samstag kam es dabei an der Vorwiese zu einem inakzeptablen Zwischenfall.

Die Wilde Horde Köln 1996 möchte sich hiermit für das nicht zu tolerierende Verhalten einiger weniger Mitglieder beim 1.FC Köln, bei allen Fans unseres geliebten Vereins, bei unseren Freunden und insbesondere bei den verletzten Personen entschuldigen.

Dieser Vorfall ist bei allen Kritikpunkten, die wir der Polizei entgegenbringen, nicht zu rechtfertigen! Daher muss die Wilde Horde Köln 1996 die Konsequenzen tragen und wir sind uns mehr als bewusst, dass in diesem Fall Grenzen überschritten worden sind, die so niemals hätten überschritten werden dürfen. Wir verurteilen dementsprechend das fehlerhafte Verhalten einiger unserer Mitglieder, möchten unseren Worten allerdings auch unmittelbar Taten folgen lassen.

Daher werden wir außerhalb der Südkurve 1. FC Köln in der nächsten Zeit nicht mehr als Wilde Horde auftreten. Wir werden zu den nächsten Heimspielen keinen Stand aufbauen, es wird keinen Verkauf unseres Fanzines „Mentalita Kölsch“ geben und auch Aufkleber, Mützen und sonstige Südkurvenartikel können bis auf Weiteres nicht mehr bei uns erworben werden. Außerdem werden wir in dieser Zeit außerhalb der Kurve nicht mehr als Gruppe zu erkennen sein. Dieser Zustand wird so lange anhalten, bis sich einige unserer Mitglieder, wie aber auch einige Ultras aus unserem direkten Umfeld wieder auf die Fundamente besinnen, auf denen unsere Gruppe aufgebaut ist.

In diesem Zusammenhang weisen wir allerdings auch darauf hin, dass die Wilde Horde Köln 1996 positive Ziele im Sinne des Vereins anstrebt und wir daher eine pauschale Verurteilung von uns weisen, wenn einige Wenige in unseren Reihen negativ auffallen.

Die Führungspersonen der Wilden Horde Köln 1996 sind gewillt aus den gemachten Fehlern nicht nur zu lernen, sondern beteiligte Personen aus unserer Gruppe zu sanktionieren und auszusortieren. Dementsprechend werden wir auch intern dafür sorgen, dass konsequent gehandelt wird und sich derartige Vorfälle nicht mehr zutragen können.

Dass die Stellungnahme erst zwei Tage nach dem Spiel erscheint, ist der Tatsache geschuldet, dass wir zunächst intern über Konsequenzen beraten mussten und wir das Gespräch mit dem 1. FC Köln suchen wollten.

Wilde Horde Köln 1996, Februar 2011