nussloch, koeln, stuttgart (21)

das wochenende begann verheissungsvoll: man traf sich zum gepflegten austausch von neuigkeiten in nussloch – anlaesslich einer alljaehrlich wiederkehrenden ritualversammlung zur vernichtung tief- und hochprozentiger alkoholika. kurz gesagt: ein feines gefecht, danke jungs! dass ich tatsaechlich nur eine einzige pfandmarke anderntags fand muss ich aufkommende reife und ueberblick im alter schieben. letzten endes war es aber genau so, wie es ein bekannter vor ort formulierte: „kerwe in nußloch kommt mir vor wie deutschland ´45 – voellig aussichtslos und deprimierend. man steht nur rum und denkt sich: scheiss drauf!“…

am gleichen tag tat mein fc, was ich bereits vorhergesagt hatte: er gewann gegen unsere freunde aus st. pauli. das liegt aber in der natur der sache, denn die 6 saisonpunkte schenken uns die hamburger regelmaessig. nichtsdestotrotz war es das erwartete spiel: den 1. spieltag als betriebsunfall gesehen, am 2. spieltag in bremen kann man verlieren und jetzt die umstellung auf das system poldi und nachwuchs. wie gewuenscht hats dabei herrn novakovic und herrn brecko erwischt – diese aera neigt sich – zum glueck – dem ende entgegen und bestaetigt meine vorhersagen. schoen ist dabei zu sehen, wie soldo momentan eine tolle mischung aus erfahrenen spielern und hochpotential-nachwuchs findet. in muenchen benoetigen wir wieder mehr glueck als verstand, doch das half uns dort ja bereits des oefteren…

dann kam die muedigkeit, denn ohne mein gewolltes zutun kam die arbeit und der schlaf blieb aus. mittendrin im defizit sitze ich jetzt hier und freue mich auf die naechste durchgehende 10-tage-woche, garniert mit einer portion stuttgart-21 zum abschluss. danke, baden-wuerttemberg, danke landtag, danke politiker und danke kluengelei, dass meine kollegen und ich jetzt den kopf in den asbest-staub halten duerfen/muessen/sollen – und alles dafuer, dass euer schwager mit seiner baufirma nicht pleite geht. das schreit …