wales 2010 – teil 4 (letzter teil)

unser naechster kekseinkauf bei tescos bescherte uns am folgemorgen weitere 5 pence pro liter rabatt an der tanke. den brauchten wir aber nicht, denn heute war wieder wandern angesagt: wir folgten dem coastal footpath nach norden in richtung pembryn und landeten am treth beach. der pfad ist grandios, aber schwierig und ebenfalls nichts fuer bewegungslegastheniker. holprig, steil und rutschig und einer 1:1-begegnung mit riesigen kuehen sollte man nicht abgeneigt sein – die sind zwar wesentlich groesser als unsere einheimischen rinder, dafuer aber auch sehr friedlich und offensichtlich sehr gluecklich: frisches gras mit meerblick? da wuerde ich auch nicht rumzicken…

treth beach ist ein einsamer und verlassener strand. bei schwuelwarmen 23 grad waren wir zusammen mit zwei in badehosen muscheln suchenden rentnern die einzigen besucher. zwei alte nackedeis, die grundsaetzlich vor den besten motiven herumspringen – was hab ich mich gefreut…

unser rueckweg fuehrte uns geradewegs ins ship inn zum abendessen. die dortige „sea food platter“ (whitebaid, calamari, mackerell, cod, scampi, cockles&ham) ist nur zu empfehlen und fuer zwei personen mehr als saettigend. all fresh & local und so schmeckt das auch!

der dritte platz gegen die urus folgte wir vorhergesagt; nicht vorhergesagt war der alkoholkonsum an diesem abend – pimm´s machts moeglich, dass am naechsten morgen die kopfschmerzen ausbleiben. denn da war um 08 uhr aufstehen angesagt. alles zusammenpacken, fruehstuecken und ein letztes mal die herrliche aussicht in himmelblau geniessen. ein letzter gassi-gang zum strand und ab gehts in richtung london. ein kurzer stau auf der m40 zwischen bristol und swindon kann die laune nicht verderben. das wetter ist op und begleitet uns bei 24 grad nach london. dort allerdings erwarten uns neben gill und paul satte 28 grad und kurze hosen. wir kommen von westen her eingefahren und landen auf der suedseite von hyde park – das beschert uns eine zusaetzliche halbe stunde und umweg ueber marble arch. leider nicht zu aendern. dafuer haben wir uns nicht entbloedet und noch nicht einmal eine karte mitgenommen, geschweige denn ein navi. navigiert wird ausm kopf und anhand von strassenschildern. et voila: es funktioniert!

beim abendlichen spaziergang durch holland park sehen wir london schwitzen. dagegen hilft nur eins: pimm´s! genau, eingekehrt ins „the mitre“ und rein damit in a few jugs. danach gehts heim zu gill und sie macht uns eine fantastische fish pie mit kapern und wein – zum reinsetzen! dass danach spanien weltmeister wird war vorhersehbar, denn holland war wohl das ueberprivilegierteste team dieser wm gewesen.

unser letzter tag beginnt unspektakulaer: aufstehen um 08 uhr und das auto von den anwohnerplaetzen wegfahren. in london sind die ticketpreise nach stadtteilen gegliedert und ein solches parkvergehen liegt in notting hill bei satten 60 pfund. da steh ich lieber mal kurz auf und fahr das auto ausm weg…

wir parken danach im queens way und machen unser morgen-gassi in kensington gardens. schoen lang und ausgedehnt kommen wir nicht mal in die naehe von hyde park – und obgleich ich staendig die befuerchtung habe, dort die himmelsrichtungen zu verwechseln, finden wir zurueck. danach zurueck nach notting hill, packen und ein letztes english breakfast um die ecke von portobello.

nach kurzer ueberlegung wird beschlossen: wir fahren nicht ueber die autobahn aussenrum, sondern einmal mittendurch! wir passieren marble arch rueckwaerts, tangieren picadilly circus und die city, westminster abbey und big ben wird aus dem auto heraus begutachtet, houses of parliament werden rechts liegen gelassen und die london bridge gesichtet. nur einige hoehepunkte aus anderer perspektive, die man sonst als tourist zu fuss und/oder u-bahn durchreisst. nach eineinhalb stunden sind wir am suedlichen ende londons angekommen, dover ist das ziel – das ende unserer reise…

bilder gibt es hier – werden nach und nach hinzugefuegt…