wales 2010 – teil 2

ein nachtdienst, zwei gerichtsverhandlungen, drei heisse tage und 4 upgrades spaeter kann ich euch endlich weiterschreiben, wie es uns in diesem herrlichen land erging. zu den bildern: bitte geduld! die zeit ist eng gefasst und ich bin ganz ehrlich bei 36 grad im schatten nicht zu jedem zeitpunkt der freien zeit in der stimmung, mich im warmen buero an diesen rechner zu setzen…

wie dem auch sei. am naechsten morgen wurden wir von susan auf dem bauernhof in elham gefragt, ob es uns denn zum nicht zu heiss zum schlafen gewesen sei? immerhin haette man 16 grad nachts gehabt…oehm,…nooee!?! egal, nach fantastischem full english breakfast ging dann richtung westen. die m25 um london herum ist staendig verstaut, doch blieb uns keine wahl. puenktlich zur walliser grenze kuehlte es dann dank nieselregen ab und uns kuemmerte etwas, ob die vielen wetterwarnungen in diesem unsaeglichen land wohl doch zutreffend sein koennten?

weit gefehlt. das wetter besserte sich wieder und die wallisischen landstrassen gleichen denen schottlands: es sind feldwege – aus mitteleuropaeischer betrachtung. die geschwindigkeitsbegrenzungen erscheinen ueberfluessig, denn selbst unter alkoholeinfluss und lebensmuede wuerde man diese begrenzungen nicht wirklichdort  fahrend erreichen wollen.

nachdem ich auf dem beifahrersitz im rough guide noch zufaellig etwas ueber unseren wohnort gelesen hatte war ich zuversichtlich – tresaith konnte nur schoen sein. und wir wurden beide noch positiv ueberrascht: von lage und atmosphaere her ist tresaith der hammer – wenn auch nicht unbedingt leicht zu finden…

dort angekommen hatten wir 22 grad und hellblauen himmel, unser haeuschen „llys hera“ uebertraf unsere erwartungen ebenso mit perfektem meerblick von jedem raum aus – das meer war direkt vor unserer nase in diesem 30-seelen-ort mit hervorragendem beach pub. doch dazu spaeter mehr.

unten am strand erwarteten uns etwa 20 personen – die gesamte besucherzahl auf etwa 300m sandstrand und steilfelsenbucht. ein echter knaller. tuerkisblaues wasser (ja, ich weiss…die sonne machts moeglich…) und palmen vorm „ship inn“ vermittelten eher einen karibik-eindruck als den einer wallisischen bucht in ceredigion, cardigan bay. im „ship inn“ gabs dann abends eine portion cod fuer uns  – und saettigung fuer 2. preis-leistung im „ship inn“: 5 sterne!

unsern naechsten tag begannen wir mit einem einkauf in cardigan. auch heute begleietete uns ein wolkenloser himmel bei 20 grad zum supermarkt, wo sich gleich der preisliche unterschied zum rest der insel deutlich machte. zwar schossen wir auch wir mit unserm einkauf ueber die 100-pfund-grenze und kamen so in den genuss einen 15%-rabattes aufs tanken, aber frisches fisch-filet fuer 2 pfund pro stueck (ja, ohne wiegen und ohne unterschied der sorten) verdeutlicht die dort noch sehr anachronistische gesamtlage: einfach herrlich. ein supermarkt mit lokaler frisch-fisch-theke und diesen preisen. ich nehme es vorweg: saemtliche anstrengungen unsererseits die wallisische lamm-zubereitung zu kosten scheiterten waehrend unseres gesamten aufenthaltes am ueberragenden und ueberragend billigen angebot an frischem fisch aus der hauseigenen see.

am nachmittag setzten wir uns richtung aberporth zu fuss in bewegung, den ersten dieser fantastischen coastal foot pathes ausprobierend. wetter, steilkuesten und landschaften waren grandios und atemberaubend. ich weiss, ihr wartet auf die bilder – nur geduld. erwaehnenswert sollten aber noch zwei dinge sein: einerseits sind diese fusswege vollkommen sauber und muellfrei auf kilometern – und das trotz fehlender muelltonnen, fehlender hinweisschilder und trotz touristischer begehung und trotz des fehlen eines gutachtens, das diese als touristisch wuerdigt. danke, wales. ich zeigtet uns, wie undeutsch man denken kann, wenn alles einfach laeuft ohne ermahnend und kontrollierend werden zu muessen. andererseits sei hier jedem angeraten, sollte er mal in der gegend sein, einen abstecher nach cardigan selbst zu machen. ein suesses kleines staedtchen mit allem, was man zum leben und wohlfuehlen braucht – lediglich die beschilderung der parkplaetze koennte auch in englischer sprache abgefasst sein – das wuerde „auswaertigen“ die navigation erleichtern…

bilder gibt es hier – werden nach und nach hinzugefuegt…