„menschlich voellig scheissegal“

mal wieder wenig geschlafen. zu kurz um fit zu sein, der koerper wehrt sich gegen anstrengung. organisation, einkaufen und gassigehen duerften die einzigen beschaeftigungen fuer heute bleiben, zumal ich mittendrin bin in dieser 12-tage-dauerdienst-phase.

dazu die routinen, unterbrochen von seltsamkeiten menschlicher naturen. ein total betrunkener autofahrer ist nun wirklich mehr als routine. auch die stimmungen von weinerlich bis aggressiv, die (un-)einsichtigkeiten und poebeleien, die seelsorgergespraeche und koerperlichen zwangsanwendungen, die hiermit in zusammenhang stehen koennen. all das ist wirklich routine.

wenn ein solcher autofahrer aber dem arzt gegenuebersitzt und von jetzt auf gleich seine bisherige voellige schweigsam- und enthaltsamkeit unterbricht, indem er zum gegenueber meint: „leck mich! ich bin dir doch menschlich voellig scheissegal!“, dann mag das wohl richtig sein in diesem moment, doch unterbricht es auch die routine.

lasst mich ehrlich sein: mir persoenlich (und dem arzt wahrscheinlich auch) ist in diesem moment wirklich voellig egal, wie er sich gerade fuehlt, denn schliesslich versuchte er mit 2,0 promille am steuer andere menschen uebern haufen zu fahren. doch zwingt einen dieser satz wieder einmal zum nachdenken: wo beginnt die routine und wo hoert menschlichkeit auf? oder war das nun wirklich nur der humoristische hoehepunkt einer hoehepunktarmen vollmondnacht?