lasagne, laufen, (fau-)lenzen

ein halbwegs freies wochenende, das es zu nutzen gilt. eine kleine anleitung hierzu:
man nehme einen halben samstag und lasse sich nach drei stunden (nach-dem-nachtdienst-)schlaf vom nachbarn wecken, da er die befuerchtung habe, die feuerwehr koenne zuviel platz fuer sein dach und seine dachziegel benoetigen, und wir sollten bitte dringend unser auto wegstellen. versteh ich, immerhin kam die feuerwehr fuenf stunden spaeter mit einem kleinwagen und einer trittleiter – da kann man schon mal vorsorglich den ganzen strassenzug beiseite fahren lassen. immerhin ist somit bewiesen, dass er tatsaechlich was am dach hat…

danach empfehle ich einen ausgedehnten spaziergang mit zwei hunden, einen einkauf, der schneller laeuft als die dame an der kasse und im anschluss drei stunden fuer die zubereitung einer lasagne investieren, die einem nicht nur diesen abend sondern auch die naechsten ein bis zwei tage den magen fuellen und den gaumen erfreuen wird.

nebenbei darf man uebrigens seinen lieblingsverein dilettantisch gegen 10 mann eines aufsteigers verlieren hoeren. die richtige wuerze bekommt das wochenende auf der couch am samstag abend – einfach was interessantes anschauen und mittendrin einpennen – nachts mit drei tieren auf der couch (!!!) aufwachen und den das lager in die dafuer vorgesehenen raeumlichkeiten und vorrichtungen verlagern.

den sonntag beginnt man am besten spaet, geht gleich joggen und danach fuellt man sich nochmal mit der lasagne ab. ist uebrigens wieder ein gutes schlafmittel, denn ich bin soeben vom mittagsschlaf aufgewacht. jetzt ist nochmal eine schoene gassirunde mit den beiden hunden angesagt, heute abend vielleicht nochmal schlafen um morgen zur tagesordnung ueberzugehen. immerhin beginnt am dienstag der naechste schichtumlauf.

jaja, so ist das im leben. kaum hat man mal zwei tage am stueck frei, schon holt einen die faulheit ein. nicht, dass der ganz normale organisationswahnsinn schon stressig genug waere – ehrlich ihr hartz-IV-ler: ich verstehe euch! unser hausmeister haette netto 280,- euronen mehr mit hartz IV, dazu muesste er nicht mehr taeglich von mannheim nach heidelberg fahren, was weitere 200,- euronen ersparnis allein an sprit im monat waeren. und wer waere nicht bereit fuer knapp 500,- tacken mehr im geldbeutel einfach zu hause zu bleiben? die organisation des tages ist schliesslich schon stress genug…oh, bitte guido – halt durch und sei lauter. ich kann dieses gutmenschentum nicht sehen…

achso, bevor ichs vergesse. wenn jemand mal lust auf richtig leckere lasagne hat, der darf gerne zugreifen beim nachfolgenden rezept. ich habs auch nur von jamie geklaut und umgewandelt, lass auch zuweilen den sellerie weg – je nach geschmack. aber ehrlich: das aroma ist absolut fantastisch und die arbeit lohnt sich.

lasagne:

ZUTATEN (für 4 – 6 Personen)

FÃœR DIE SAUCE BOLOGNESE

2 Scheiben durchwachsener Räucherspeck
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Möhren
2 Stangen Sellerie
Olivenöl
2 gehäufte TL getrockneter Oregano
500 g gemischtes Hackfleisch guter Qualität von Rind und Schwein
2 Dosen (je 400 g Füllmenge) gehackte Tomaten
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 kleines Bund frisches Basilikum
50 g Parmesan, gerieben

FÃœR DIE LASAGNE

250 g getrocknete Lasagneblätter
500 g Crème fraîche
100 g Parmesan, gerieben
2 große reife Tomaten

DIE SAUCE ZUBEREITEN

1. Den Speck klein schneiden. Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Sellerie schälen und fein würfeln.

2. Eine Kasserolle bei mittlerer bis starker Hitze auf den Herd stellen. 2 Schuss Olivenöl, den Speck und Oregano hineingeben und den Speck unter Rühren goldbraun braten.

3. Das zerkleinerte Gemüse hinzufügenund alles etwa 7 Minuten garen, dabei alle 30 Sekunden umrühren, bis das Gemüse weich ist und Farbe angenommen hat.

4. Das Hackfleisch und die Tomaten einrühren. Die beiden leeren Tomatendosen mit Wasser füllen und das Wasser in die Kasserolle gießen. Mit je 1 kräftigen Prise Salz und Pfeffer würzen.

5. Die Basilikumblätter abzupfen und in den Kühlschrank legen. Die Basilikumstiele fein hacken und unter die Sauce rühren.

6. Die Sauce zum Kochen bringen, dann zugedeckt auf niedrigerer Stufe etwa 45 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Die Sauce vom Herd nehmen.

DIE SAUCE FERTIGSTELLEN

7. Den Backofen auf 190 °C vorheizen.

8. Den Parmesan unter die Sauce rühren.

9. Die Basilikumblätter aus dem Kühlschrank nehmen, größere Exemplare klein zupfen und in die Sauce geben, die kleineren beiseitestellen.

10. Die Lasagneblätter in einem Topf mit kochendem Wasser und 1 Spritzer Öl 3- 4 Minuten überbrühen,bis sie ein wenig weich sind. Abtropfen lassen und mit Küchenpapier trockentupfen.

DIE LASAGNE ZUBEREITEN UND SERVIEREN

1. Den Boden einer ofenfesten Form mit einem Drittel der Sauce Bolognese gleichmäßig bedecken.

2. Eine Lage Lasagneblätter leicht überlappend darauflegen und mit einem Drittel der Crème fraîche überziehen.

3. Je 1 kräftige Prise Salz und Pfeffer und ein Viertel des geriebenen Parmesans darüberstreuen. In dieserReihenfolge noch zweimal die Zutaten einschichten.

4. Die Tomate in Scheiben schneiden. Die Tomatenscheiben und die kleinen Basilikumblätter auf der Lasagne verteilen, das restliche Viertel Parmesan darüber streuen und alles mit Olivenöl beträufeln.

5. Mit Alufolie abdecken und 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

6. Die Folie entfernen und die Lasagne für weitere 35 Minuten backen, bis die Sauce sanft brodelt und die Oberfläche goldbraun ist. Die Lasagne in der Form auf den Tisch stellen und mit einemfrischen grünen Salat servieren.

natuerlich sind die zutaten etwas variabel. das ganze schmeckt z.b. auch ohne sellerie, wer gerne mehr knoblauch mag, dem sei das freigestellt und wer dagegen keine zwiebeln oder oregano vertraegt….naja…viel spass beim kochen und geniessen…