sting in baden-baden

es war sting. fuer diejenigen, die ihn die letzten jahre nicht begleitet hatten sicherlich ueberraschend, fuer mich begeisternd. schon lange hat er sich vom reinen pop-genre emanzipiert und begeistert als liedermacher klassischen einschlags. so auch sein neues album „if on a winters night“. es finden sich klassische choraele neben alten keltischen weisen  und umgeschriebenen weihnachtsliedern.

im baden-badener festspielhaus begeisterte er durch seine praesenz, die koenner begeisterten um ihn herum und das gewaehlte ambiente ebenso. nicht begeisternd war die oertlichkeit andererseits, denn rein infrastrukturell ist das haus nach heutigen massstaeben eher bescheiden zu nennen. eher bescheiden war auch die preisstruktur, doch erklaert sich das aus der vielzahl an einzelkuenstlern, die sting diesmal um sich scharte. sei es nun der violonist daniel hope, die percussion-combo aus brasilien, das begleitende orchester, die beiden solo-geiger, backgroundsaengerinnen oder sopranistinnen. ich habe noch lange nicht alle aufgezaehlt – die buehne war voll, und voll von einzelkoennern, kuenstlern und absoluten meistern ihres faches. lediglich die vielzahl der klaenge machte eine differenzierung oft schwierig und gelang wohl letzten endes nur dem geuebten ohr. die daraus hervorgehende klangfuelle allerdings war selbst fuer laien fantastisch zu entdecken.

entscheidend jedoch war zu sehen, wie viel arbeit in wahrheit dahintergestanden hatte. all diese solisten und ein orchester zu diesen klaengen zu vereinen und live aufeinander abzustimmen war wirklich aller ehren und letzten endes auch jeden cent wert.

nicht zu verstehen waren da die damen und herren, die voellig ueberfordert mit den darbietungen in der zugabe die „alten lieder“ forderten. verstanden hatten sie wohl nicht und nichts. sting ist weit ueber diesen status hinaus – und moegen sich diese leute auch aergern, so haben sie die meisterhaftigkeit dieses konzertes wirklich verpasst.

einzigartig und wunderschoen, kurz vor weihnachten, in art und atmosphaere unvergleichlich. gordon matthew thomas sumner, ich danke ihnen. es war ein erlebnis und ich werde es behalten.