sonntags im kurort

ist so richtig was los…unglaublich hier.

die kirchgaenger laufen rum, die kneipen haben schon offen und ins kurgebiet stroemen hunderte menschen zu fuss und….ja, und mit dem auto. „es ist doch so schoen heute, lass uns doch mal die s-klasse rausholen und ins gruene fahren, hans-herbert, was meinst du?“ genau, nehmt einfach die gesperrten wege, kommt im dutzend (billiger) und raubt jedem normalen gassigaenger den letzten nerv. am besten echauffiert ihr euch noch, dass man die hunde nicht schnell genug an die leine nimmt, so dass ihr von euren 70km/h auf 50km/h runterbremsen muesst. ihr seid die wahre pest – oder war das die gemeinde, die falschparker verwarnt, weil sie entgegen der fahrtrichtung parken (ganz nebenbei gibt es einen unterschied zwischen tateinheit und -mehrheit liebe gemeinde)?

egal – genug stoff, um sich sonntags morgens vor dem dienst schon wieder so richtig aufzuregen, oder? nicht die wirtschaftskrise richtet deutschland zu grunde, sondern diese sorte mensch – meine freiheit endet, wo die des naechsten beginnt. lasst euch doch alle leben und handelt nach dem klaren menschenverstand; nicht immer nach dem, was andere fuer euch geschrieben haben oder euch jetzt gerade in den sinn kommt. kurz nachdenken, dann handeln. alle indianer wollen haeuptlinge sein, doch entscheiden kann nur der jeweilige -traeger. das ist keine frage der kenntnisse, sondern charaktersache! man sagt auch, man sei dazu geboren,…oder eben nicht.

buerokraten zu entscheidern zu machen ist reiner selbsterhaltungstrieb. sie werden einem selbst niemals gefaehrlich werden, sind aber der garantierte sand im getriebe. wer nicht fuer sich selbst ohne anleitung entscheiden kann, wie soll er es dann fuer andere koennen? entscheidungen sind dazu da, gefaellt zu werden; und nicht etwa, weil irgendwer irgendwann einmal dazu etwas geschrieben hat.

man hat stets zu entscheiden, aktuell und konsequent. das bedeutet, dass ich nachdenken, handeln und zu der entscheidung stehen muss – netz und doppelten boden gibt es bei sowas nicht. aber im ernst: damit kommt man im leben erheblich weiter…mir gehts gut damit, sogar hervorragend. ich fuehle mich bestens – und dem umfeld tuts auch gut! meinem jedenfalls…

in diesem sinne: schoenen sonntach!