back from london 2009

im gegensatz zu frueheren reiseberichten werde ich diesmal keine einzelartikel zu den tagen verfassen; die stammleserschaft wird es mir danken und die laufkundschaft dreimal….denke ich.

naja, es ist jedenfalls wieder sonntag, ich bin heute frueh gegen 0900h ortszeit in frankfurt a.m. gelandet und habe einige geschichten und erlebnisse im gepaeck; zusaetzlich gibts natuerlich auch diesmal einige bilder fuer euch.

anfangen werde ich aber am tag des hinflugs –

dienstag, 04.august:
nachdem die vergangenen tage von hektik und organisation gepraegt waren, versuchten wir , den abreisetag langsamer angehen zu lassen. es gelang einigermassen, jedoch war die ankunftszeit in london gegen 22ooh ortszeit suboptimal. egal. heathrow express bis paddington, rein in die circle line, moorgate wieder raus und die strasse runter – um halb 12 eingecheckt! aber wo? inmitten der square mile, der city of london also, befindet sich eine burg. diese burg gehoert einem ehrenregiment der britischen armee (hac) und vermietet u.a. zimmer fuer angehoerige. ich bin zwar kein angehoeriger, doch hatte ich hierzu zugang (danke patrick!); unser zimmer mit blick auf ein ebenfalls mitten im bankenviertel gelegenes cricketfeld war klein und von britischem charme; das anwesen, die lokation und drumherum entschaedigten aber fuer alles; selbst der preis war in ordnung.

mitwoch, 05. august:
unser tag 2 stand im zeichen der touri-highlights. unsere strecke fuehrte uns von der old street/city road suedwaerts in richtung london bridge. zuvor allerdings ging es vorbei am swiss-re-tower (auch gherkin genannt) und dem london monument (dort versagte ich klaeglich und musste meiner hoehenanst tribut zollen – es tut mir sooo leid!!!). ueber die london bridge hatten wir einen herrlichen blick auf die nahe gelegene tower bridge, wollten diese aber heute noch nicht naeher besichtigen. weiter ging es in southwark mit der gleichnamigen cathedral, ueber die u-bahn zur station westminster auf die dortige bruecke bzw. das pier. der blick auf die houses of parliament und big ben war leider durch die unmassen von touristen getruebt, die uns ab hier begleiten sollten. weiter ging es zur westminster abbey um von dort aus im st.james park ein kleines picknick zu veranstalten. danach liessen wir hyde park links liegen und bogen auf picadilly ein um am gleichnamigen circus die nachmittagsstunden bei lillywhites zu verbringen. alles in allem hatten wir jetzt schon so richtig was erarbeitet, bedenkt man die recht kurze nacht und die weichen betten. abends gegen 18 uhr wollten wir uns mit patrick treffen; in der naehe vom bahnhof liverpool street besuchten wir den pub „maple leaf“. wer jetzt dachte, der abend sei gelaufen sah sich aber gewaltig getaeuscht: ein weiteres mal eingeweiht in die englische sitte nach getaner arbeit einen zu im pub zu heben machten wir uns nach diversen pints auf den weg ins east end in einen laden, den ich im leben nie wieder finden werde (die – hoffentlich korrekte – kreditkartenabrechnung wird mir aber wenigstens den namen preisgeben!). jedenfalls gab es hier curry, ein indisches restaurant also. wenn man nun bedenkt, dass es wahrscheinlich die weltbesten indischen lokale im londoner east end gibt und dieses hier ein geheimtipp der einheimischen war, so kann man sich in etwa den kulinarischen genuss vorstellen, dem wir uns gegenueber sahen.

donnerstag, 06. august:
ein tag zur erholung! nachdem der gestrige tag sehr anstrengend verlaufen war, mussten wir zwangslaeufig etwas kuerzer treten. also war nach dem ausschlafen ein kurzer spaziergang durch den hyde park angesetzt, gefolgt von einem ausgiebigen mittags-abliegen auf einer der dortigen wiesen. danach wurde notting hill zu fuss erkundet und in verschiedenen cafes eingekehrt – hier einfach nur die doerfliche atmosphaere bei voelliger entspannung und ohne touristenstress geniessen war genau das richtige; der nun einsetzende regen liess uns sogar noch laenger verweilen und die ledercouch war genau genommen der richtige ort bei 20 grad celsius und geoeffneten glastueren um dem leicht prasselnden regen auf elgin crescent zuzusehen…
zum abendessen waren wir mit gill verabredet. gleich vorweg: ihr neuer freund paul ist ein wenig verballert, aber lieb. wir gingen – mal wieder – in den thai-pub „um die ecke“. ein fussweg von 5 minuten war vorhergesagt, ich erinnerte mich aber an die location und fragte gleich nach einem regenschirm. voellig durchnaesst kamen wir nach 20 minuten im laufschritt an und genossen unsern pitcher of pimm´s zusammen mit herrlichem thai-food.

freitag, 07. august:
shopping. dreissig meter links und rechts bond street, drei stunden – das wars! tut mir leid, wirklich. angebotsnutzung optimal, nichts aussergewoehnliches, aber detailliert. kein touri-kram und nichts, was man hier nicht auch bestellen koennte, aber so hats einfach mehr laune gemacht.
nachmittags wurden wir dann von patrick und ian abgeholt zur city police. hatte ich letztes jahr die gelegenheit, das mega-control-center in lambeth zu sehen, so wurde ich diesmal mit dessen lokalen part vertraut gemacht. viel beeindruckender aber war noch das „anpr“ (automatic number plate recognition), das wir live und in farbe testen durften. nicht nur, dass an den sogenannten entry points zur city alle (ja, wirklich alle) nummernschilder automatisch erfasst und abgefragt werden; viel beeindruckender war das kamerasystem in den fahrzeugen: zwei kameras (je 1 vorne und hinten) erfasst und scanned jedes nummernschild, das irgendwo erfasst werden kann (auch teile davon!). hierbei wird automatisch der halter, fahndung, versicherung und tuev abgefragt. sollte eines davon in irgendeiner art und weise auffaellig sein, leuchtet das display mit den entsprechenden informationen auf. noch 1984maessiger sind dann die informationen, die ueber en fahrer rueberkommen (in england werden die nummernschilder auf fahrer ausgegeben und diese dann den fahrzeugen zugeordnet). in england sind alle fahrer zu einem fahrzeug namentlich gemeldet, die bei einer solchen erfassung automatisch abgefragt werden…1984…
nachts ging es dann noch los mit der tsg (nein, diesmal nicht die aus hoppenheim), der tactical support group. das, was wir hier an sondereinsaetzen an wochenenden fahren lassen, um die innenstaedte zu befrieden, machen die dort jede nacht mit 5-10 mann in einem eigens hierfuer angeschafften fahrzeug und sonderausruestung wie tasern….nicht sonderlich dramatisch, aber auch interessant, zumal sich deren arbeitsweise in keinster weise von der unsrigen unterscheidet. um 0300h nachts war dann schluss – beendet mit einem kebap, da die bricklane wegen eines mittleren scharmuetzels nicht mehr befahrbar war.

samstag, 08. august:
ausschlafen, st. paul´s cathedral, london bridge nochmal, rueber zur tower bridge, einlass in den tower fuer 17 pfund each bezahlt un sich den touristenstroemen hingegeben. dank des u-bahn-streiks am wochenende wurde der rueckweg auch zu fuss angetreten um dann in die old street einzukehren (eine der west-ost-verbindungsstrassen noerdlich der city). ganz hervorragend beim marokkaner gespeist und abends frueh und totmuede ins bett gefallen, weil um 0330h morgens der wecker rappeln sollte.

sonntag, 09. august:
malik von der city police hatte uns angeboten, den transfer nach heathrow zu uebernehmen. er wuerde dann nachts feierabend machen und uns gegen 0400h abholen. gesagt, getan. wir verliessen um 0400h das hac und fuhren quer durch london. dank der eigenart mancher boroughs, ganze strassenzuege zur ausbesserung ohne ankuendigung zu sperren, setzten wir unseren weg quer durch die londoner wohngegenden fort. die fahrt war schnell, abenteuerlich und eindeutig nichts fuer schwache nerven am sonntag in der frueh – aber wir kamen an, wurden von malik sogar noch bis zm gate begleitet und waren somit wesentlich billiger, schneller und stressfreier in heathrow! an dieser stelle nochmal ganz herzlichen dank, malik! big deal!!!

zum lesen genug – fotos reiche ich in den naechsten tagen nach…