heidelberger studenten

guten morgen allerseits! oder sollte ich besser sagen: raus hier! das trifft am besten auf die heidelberger studenten zu, die sich seit vergangenen mittwoch in der alten uni aufhalten – als hausbesetzer sozusagen. und wieso? aus protest gegen geldverschwendung, bildungsguthaben, uni-gebuehren, etc…

wie dem auch sei. alle paar jahre erinnert sich unsere sogenannte geistige elite der tradition des demonstrierens. berechtigt oder nicht spielt keine rolle: es geht ihnen nur ums tun – oder auch darum, die intervalle zwischen ihren aktionen nur in jahren und nicht in jahrzehnten rechnen zu lassen.

diesmal gehts gegen alles! damit es ein paar mehr als 20 maenneken werden, wurden auch noch die schueler mit ins boot geholt – die lassen sich noch leichter beeinflussen und leiden ja auch extrem unter dem zwoelfjaehrigen gymnasium.

aber jetzt mal ehrlich: wie laecherlich gehts eigentlich noch? der einzige grund, weshalb ein halbwegs denkender student demonstrieren duerfte, waere folgender: schenkt uns haertere schulzeiten, auf dass nicht mehr 60% eines jahrgangs eine hochschulberechtigung bekommen. damit wuerde die flut an studenten gestoppt und es duerfte gleichzeitig nicht mehr jeder depp eine hochschule besuchen, dem es vor 20 jahren gerade noch zur 9ten klasse gereicht haette! die finanzen der unitaeten waeren dann auch ruck-zuck wieder im lot.

aber so? so beisst sich die katze in den schwanz. es demonstrieren genau jene, die qua intellekt in diesen einrichtungen gar nichts zu suchen haben. klingt das anmassend? aber sicher! ich hoffe doch sehr! es kann ja wohl auch nicht sein, dass man fuer eine baeckerlehre mittlerweile beinahe abitur braucht!

woran das liegt? hab ich doch oben beschrieben. die anforderungen der schulen sind einfach drastisch nach unten gesunken. oder moechte man mir tatsaechlich erklaeren, dass die menschen heute intelligenter als noch vor 30 jahren und deswegen dreimal so viele leute einen universitaetsabschluss erhalten? zoege man die leistungsgrenzen der schulen an, so wuerde auch das ausbildungsniveau wieder auf ein ertraegliches mass gestockt – ein bescheidener abschluss ermoeglicht dann einen bescheidenen beruf. nur leider gehen diese bescheidenen personen heute komplett leer aus – betrachtet man den arbeitsmarkt, sind sie wohl zu nichts mehr faehig. faktisch mag dies vielleicht sogar stimmen, aber dann muesste man erst recht von unten her anfangen, das bildungsniveau der schulen zu heben und nicht das pferd von hinten aufzaeumen und einfach jedem einen hoeheren abschluss in die hand druecken…