morgen ist auch noch ein tag

ich zitiere ungern mehr als einen satz. so will ich es auch weiter halten, doch uebernehme ich einfach einmal ein thema von stefan kaufmann. „ist heute ein tag?“

es gibt bessere fragen fuer einen zur haelfte verstrichenen tag. es gibt aber tage, die scheinen – wie der volksmund behauptet – „gebraucht“ zu sein. es gibt erfuellende tage, an denen man mit einem friedlichen laecheln abends einschlaeft und sich des morgigen sonnenaufgangs bereits im traum erfreut. und es gibt tage, an denen man sich abends wundert, weshalb morgen das kalenderblatt wechselt, wo doch heute gar nichts geschehen zu sein scheint. obendrauf gibt es tage, die einen derartigen nachgeschmack erhalten, dass man selbst am naechsten morgen noch rostiges eisen und morast auf der zunge zu haben scheint.

gestern war nicht solch ein tag. doch weiss ich wirklich nicht, das ich vom „heute“ halten soll. ich bewege mich irgendwo „luftleer“, habe einen halben tagesplan, bin nicht wirklich ausgeschlafen und weiss, dass ich heute abend nicht einschlafen werde, da der nachtdienst ruft – also ein tag, der morgen noch nachwirken wird; hoffentlich aber nicht mit rostigem eisen.

aber was tue ich hier eigentlich? jammern auf hohem niveau wuerde ich es nennen. es gibt nichts zu klagen, es geht voran, mir geht es gut bis sehr gut! koerperlich einigermassen auf dem damm, nicht ganz trainiert, aber da es waermer wird, wird sich auch der fitnessfaktor wieder erhoehen. emotional geht es mir hervorragend. ich sehe im spiegel mich und das morgen, bin im reinen mit mir und der welt. keine frage, es fehlt an nichts. aber morgen ist auch noch ein tag und ich denke, dass mich das kalenderblatt von heute morgen frueh nicht den schlaf kosten wird…