die finanzmarktkrise

nachdem in den letzten wochen und monaten jeder wissende, unwissende und prophet im eigenen land sich genoetigt fuehlte, dieses thema mit sein erguessen zu bespritzen, hielt ich mich zurueck, da ich schlichtweg zu wenig davon zu verstehen glaube. was ich aber weiss sind 2 dinge:

1. der kommunismus ist an solch einem erdbeben zu grunde gegangen.
2. wo kein klaeger, da kein richter – der kapitalismus wird das alles ueberleben, da kein sieger auf der anderen seite den sieg fuer sich beanspruchen kann.

ob ich das nun gut oder schlecht finde ist voellig unerheblich. ich freue mich, dass mein brot morgen (hoechstwahrscheinlich) nicht 3 millionen euro kosten wird und aergere mich darueber, dass sich jeder aergert, der weder ahnung noch grund hat. denn – und jetzt bleiben wird bei den fakten (und zitieren meinen gestrigen vorredner) – wenn es eine gesellschaft so weit treibt, in zeiten der hoechsten wirtschaftlichen depression (da der staat die wirtschaft stuetzen muss) die biographie bushidos zur nummer 1 der bestverkauften buecher des landes zu machen, dann muss man sich ueber das kleine finanzproblemchen nicht wirklich wundern. zum einen kann es dann so schlimm noch nicht sein, oder – und vielleicht wird ja andersherum eine groessere logik geboren – vielleicht ist genau dieses merkmal ursache unseres problems!?! die gesellschaft verdummt trotzniedriger analphabetenquote und sorgt mit den eigenen werkzeugen fuer den untergang des systems. wie sagte einmal ein rationalisierter siemens-techniker bei einem glas wein? „keiner wird mehr wissen, wo der grosse knopf zum ausschalten ist, weil alle nur noch den bildchen am schirm folgen.“

glueckwunsch, gesellschaft – so seid ihr: dumm geboren, das eigene elend bejammernd und letzten endes blind und zuneigungslos der eigenen wirren zukunft entgegenstolpernd, ohne die herkunft zu kennen (von der erinnerung an die letzte woche einmal ganz zu schweigen!). es stellt sich nicht die frage, um den obigen zusammenhang nochmals aufzugreifen, wie es sein kann, dass diese bushido-anhaenger lesen koennen. nein, es stellt sich vielmehr die frage, weshalb wir es zulassen, dass diese leute lesen lernen? und wenn wir es schon foerdern, weshalb reicht unser arm nicht so weit, ihnen auch den anderen arm festzubinden und die mickrigkeit der eigenen existenz aufzuzeigen?

anmassend? aber sicher! ganz klar. ich hatte nie behauptet, fair und gerecht zu sein. aber dass es sich bei dingen wie bushido und dergleichen nicht um geschmackssache handelt, darueber sind wir uns schon einig, oder?