der untragbare gomez oder die einsamen entscheidungen des joachim l.

ein kleiner einschub muss schon sein nach dem gestrigen spiel. wieder einmal wurde eine junge manschaft vom bundes-jogi aufgestellt und wieder einmal zeigte sie sich agressiv und offensiv, dagegen nicht unbedingt sattelfest und eingespielt.

ohne auf die genaue einzelkritik einzugehen bleiben mir hier nur ein paar spieler zu nennen, die hervorstachen – in jeder hinsicht.

da waere der stets emsige und von mir frueher unterschaetzte simon rolfes, den ich im 6er bereich mittlerweile vor dem dauerverletzten und im zweikampftiming schlechter werdenden torsten frings sehe.

serdar tasci. was? wer? keine ahnung. bundesligadurchschnitt. ja, ok. er ist jung und hat nen deutschen pass, doch leider keine begabung, die fuers adlerteam reicht. punkt.

hitzlsperger ist einer, bei dem sich bei mir seit jahren die geister scheiden. es gab noch keine drei gleichen spiele hintereinander von ihm im dfb-dress. das mag der situation geschuldet sein, dass er selten die gleiche taktische rolle spielt, demgegenueber steht dann ein mangel an flexibilitaet. gaebe es noch eine b-nationalmannschaft wie frueher, so waere er der typische spieler, der zu gut fuer b und zu schlecht fuer a ist. taucht in der zentrale ab und ist einfach gedanklich nicht schnell genug, dafuer ueber links stark und im defensivbereich staerker als trochowski oder gar podolski. dennoch: als spielgestalter gnadenlos ueberfordert.

der aufreger des tages war aber aus meiner sicht nicht die wiedergenese des miroslav klose. dass der mann klasse besitzt hat er in den letzten jahren hinlaenglich auf allen buehnen bewiesen. und ihm weiterhin vertrauen schenken heisst u.u. auch etwas zurueckzahlen. was aber mittlerweile zu einer zumutung fuer andere und ein dilemma fuer die beteiligten wird ist die einwechslung eines mario gomez. der mann hat mittlerweile derart viele chancen in den unterschiedlichsten spielen und den verschiedensten situationen versemmelt, dass ein kreisligastuermer sich in grund und boden schaemen muesste. von seiner klasse hat er bisher auch nur eine saison und auch nur national ueberzeugt – im adlertrikot blieb er die bisher komplett schuldig. ein wiedergewinn von selbstvertrauen durch die spiele kanns also nicht sein, ein vertrauensrueckstoss auch nicht. ist der glaube an ihn tatsaechlich derart gross oder die angst vor der einwechslung eines kevin k. die zecke im nacken? das waere verstaendlich, aber leider kontraproduktiv. beide kommen aus der gleichen stuermerschule und mich beschleicht so das gefuehl, wenn ich mir koerperbau, bewegung der beiden und stuermerstil betrachte, dass da die gleichen jugendtrainer den gleichen bockmist gebuat haben. demnach waeren beide auf dauer untragbar fuer die elf, denn nutella-kevin beweist immer eine halbe saison in zwei jahren, dass man auch mit glueck tore erzielen kann, indem man von irgendjemandem angeschossen wird. dummerweise geschieht die restlichen 1,5 jahre nichts, ausser einem bankplatz nach 6 monaten. und mario ist fuer den spielaufbau genauso unwichtig und kaum anspielbar, doch trifft er nicht einmal mehr. die entscheidung vom bundesjogi, dem mario durch 25 minuten ein glueckgefuehl wie dem miro zu schenken, war aller ehren wert, doch leider auch vergebliche liebesmueh. weltklasse war lediglich diese aktion, wie er schaffte auf der gegnerischen torlinie angeschossen zu werden, in richtung des tores zu rutschen und dabei den ball eben nicht ueber eben diese linie zu bugsieren – waere es nicht so traurig, waere es was fuer die sendung: die duemmsten sportler aller zeiten!
mario
ist wohl leider wie nutella-kevin: untragbar und gnadenlos ueberschaetzt und wird keine resultate erzielen, die beide seiten weiterbringen.