so war hamburg

ankunft freitag abend. unser niedliches hotel in hamburg-rothenbaum war schnell gefunden. erste erkundungen „im viertel“ brachten sofort den neidfaktor deutschlands anderer „staedter“ zur schau: die aussenalster mit freilauf fuer mensch & tier.

allerdings verhalten sich die hanseatischen hunde wie die besitzer: freundlich, aber unterkuehlt – wild herumgetollt wird wohl nur zu hause. fuer keinen der anwesenden rassehunde ziemte es sich mit unserem strassenkreuzer im dreck zu spielen. den rest des abends verbrachten wir in meinem neuen geheimtipp fuer hamburg: ristorante „passione“ in der rothenbaumchaussee. schrecklich leckerer italiener mit hervorragendem preis-service-qualitaets-verhaeltnis. ein echtes lob.

samstag begann gut. kuehl aber trocken zog es uns sofort zum hagenbeck. die einzelnen attraktionen sieht man besser auf dem bildmaterial auf pix.dg77.de. beneidenswert allerdings war das orang-utan-haus: neben einem in jute eingehuellten orang-utan sitzen, latte macchiato trinken und sich des lebens zu freuen eroeffnete neue perspektiven fuer den tag. meine persoenlichen allerdings wurden hiernach extrem getruebt. von nun – und fuer den rest des wochenendes – sollte mich mein stoffwechselprozess nicht mehr in ruhe lassen. der magen-darm-trakt war durch einen infekt gehoerig durcheinander geworfen worden. die symptome nebst schuettelfrost und schweissausbruechen sind ja sonst jedermann bekannt.

der nachmittag stand im zeichen der „stadt am (im) fluss“. kurze bis lange erkundungstour um wenigstens die groebsten sehenswuedrigekeiten und eindruecke dieser wunderbar sauberen aber auch ein wenig steril wirkenden stadt mitzunehmen – stetig und zunehmend gebeutelt von meinem koerper, der nur noch ruhe wollte. die bekam ich abends. nach kurzem abendessen im portugiesischen viertel (wovon ich nicht wirklich viel hatte, geschweige denn geniessen konnte) legte ich mich ins bett und war schliesslich…

…sonntag morgen nicht faehig, anne zum fischmarkt zu begleiten. der fiel also aus. nach dem auschecken ging es kurz zum hafen zurueck um annes letztes grosses hamburg-erlebnis zu vollenden: mit der faehre hinueber zum theater am hafen zum „koenig der loewen“ ins muscial. ich gebe zu: mir fehlt ein musical-gen. fuer mich nichts halbes und nichts ganzes, weder musik, noch schauspiel oder tanz ist die „musicallerei“ fuer mich eher eine totgeburt. aber gut, das kindermaerchen stand auf dem programm. voller begeisterung und getragen vom infekt schlief ich also ein – zweimal in der vorstellung und konnte am ende die kroenung von simba bewundern. klar, ein schlafplatz fuer 100,-€ waere im hotel gemuetlicher gewesen. auch bekommt man fuer 100,-€/ stunde in hamburg normalerweise zusatzservice – aber das strahlen in den augen von anne war es mir wert.

die heimfahrt zwischen fieber und schuettelfrost verlief grauenvoll – nach drei weiteren tagen bin ich heute wieder einigermassen dammwaerts unterwegs und freue mich schon aufs wochenende – da darf ich naemlich wieder arbeiten…